Paralympics: Vico Merklein holt Gold in Rio de Janeiro - DER SPIEGEL
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Paralympics Das war die Nacht in Rio

Wenn die Freundin weint, dann muss es wahr sein: Radrennfahrer Vico Merklein hat Gold bei den Paralympischen Spielen in Rio de Janeiro geholt. Auch die Dressurreiter holten eine Medaille, Heinrich Popow ärgerte sich hingegen.
Vico Merklein
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Foto: Jens Büttner/ dpa
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Vico Merklein ist Paralympics-Sieger im Straßenfahren. Es war das zwölfte Gold für Deutschland bei den Paralympischen Sommerspielen in Rio de Janeiro, das sechste für die Straßenradfahrer. "Da meine Freundin weint, muss es wahr sein", sagte der 39 Jahre alte Merklein: "Ich stehe zum ersten Mal bei einem ganz wichtigen Rennen ganz oben. Es gibt keinen besseren Tag. Das ist Wahnsinn, abartig."

Ebenfalls erfolgreich war das deutsche Para-Dressurteam, das die Silbermedaille gewann. Nach den zwei Prüfungsdurchgängen "Team Test" und "Championship Test" musste sich die deutsche Equipe bestehend aus Elke Philipp, Steffen Zeibig, Alina Rosenberg und Carolin Schnarre nur Großbritannien geschlagen geben.

Leichtathletin Irmgard Bensusan hat ihre zweite Silbermedaille gewonnen. Über 200 Meter war nur die Niederländerin Marlou van Rhijn (26,11 Sekunden) schneller als die 25-Jährige (26,90 Sekunden), die an einer Teillähmung des rechten Unterschenkels leidet. Auch der sehbehinderte Thomas Ulbricht sprintete über 100 Meter auf Platz drei.

Die Schwimmer konnten sich doch noch über eine weitere Medaille freuen: Torben Schmidtke gewann über 100 Meter Brust Bronze. Zuvor hatte Denise Grahl am Freitag über 50 Meter Freistil die einzige deutsche Schwimm-Medaille gewonnen. Für Schmidtke, der an einer Fehlbildung beider Beine und des linken Arms leidet, war es die zweite Paralympics-Medaille. Bei seiner Premiere 2012 in London hatte der 27-Jährige Silber gewonnen, ebenfalls über 100 Meter Brust.

Eine Wiederholung seines London-Triumphs gelang Heinrich Popow nicht. Der Sprinter verpasste über 100 Meter eine Medaille und wurde in 12,46 Sekunden nur Vierter. Eine zweite Gold-Chance hat Popow am Samstag im Weitsprung, wo er seit diesem Jahr Weltrekordhalter ist. Dies wird dann sein letzter paralympischer Wettkampf sein. "Das sind meine letzten Paralympics", sagte Popow: "Die WM in London 2017 mache ich noch, dann schaue ich noch, was mit der EM 2018 in Berlin ist."

Um Gold spielt das deutsche Tischtennis-Team der Männer. Thomas Brüchle und Thomas Schmidberger gewannen ihr Halbfinale gegen Gastgeber Brasilien 2:0 und treffen nun im Endspiel auf Top-Favorit China, der sich im Halbfinale gegen Thailand durchsetzte.

bka/sid/dpa