Paralympics Radfahrer Teuber holt fünfte Goldmedaille
Michael Teuber
Foto: Kay Nietfeld/ dpaMichael Teuber hat seine fünfte Goldmedaille bei Paralympischen Spielen gewonnen. Der 48 Jahre alte Radsportler siegte in der Klasse C1 in 27:53,98 Minuten deutlich vor dem Kanadier Ross Wilson (28:47,34). Erich Winkler verpasste als Vierter in 29:37,37 Minuten dagegen eine Medaille.
"Ich bin überglücklich. Es ist alles perfekt aufgegangen. Jedes Puzzleteilchen hat gepasst. Ich bin überglücklich und habe ein bisschen Paralympics-Geschichte geschrieben", sagte Teuber.
Der Deutsche gewann das Zeitfahren damit nach 2008 und 2012 zum dritten Mal in Folge. Seine weiteren Goldmedaillen holte er 2004 im Straßenrennen und im Verfolgungsrennen auf der Bahn. Er holte das insgesamt siebte Gold für Deutschland in Rio de Janeiro nach fünf Leichtathleten und dem Triathleten Martin Schulz.
Auch die deutschen Handbikerinnen waren erfolgreich: Dorothee Vieth und Andrea Eskau haben für den ersten Doppelsieg bei den Paralympischen Spielen gesorgt. Im Zeitfahren der Klassen H4 und H5 siegte Vieth in 31:35,46 Minuten vor Eskau (32:15,42).
Vico Merklein holte auf dem Handbike Bronze. Der 39-Jährige musste sich in der Klasse H4 in 28:42,34 Minuten dem polnischen Sieger Rafal Wilk (27:39,31) und dem Österreicher Thomas Frühwirth (27:49,31) geschlagen geben.
Bei den Frauen gewann Radfahrerin Denise Schindler im Zeitfahren überraschend Silber. Die 30-Jährige unterlag in einer Zeit von 30:18,99 Minuten nur der Niederländerin Alyda Norbruis (29:46,51 Minuten).
Ebenfalls im Handbike erfolgreich war der frühere Formel-1-Pilot Alex Zanardi, der nach seinem Doppel-Gold von London auch in Rio gewann. Nach einem starken Schlussspurt siegte der Italiener in 28:36,81 Minuten vor Stuart Tripp aus Australien (28:39,55 Minuten). Bei der Zwischenzeit hatte Zanardi noch mit fast 20 Sekunden Rückstand auf Rang drei gelegen.
17 Stunden nach ihrem Triumph im Kugelstoßen errang Franziska Liebhardt zum Abschluss ihrer Karriere Silber im Weitsprung. Die 34-Jährige, die von der früheren Speerwurf-Weltmeisterin Steffi Nerius trainiert wird, landete im letzten Wettkampf ihrer Laufbahn mit 4,42 Metern auf Platz zwei. Die siegreiche Chinesin Wen Xiaoyan stellte mit einer Weite von 5,14 Metern einen neuen Weltrekord auf.