Paralympics Wyludda verpasst Medaille im Diskuswurf
Diskuswerferin Wyludda: Finale der besten Acht verpasst
Foto: Daniel Karmann/ dpaHamburg - Diskuswerferin Ilke Wyludda hat 16 Jahre nach ihrem Olympiasieg von Atlanta bei ihrer Paralympics-Premiere das Finale der besten Acht verpasst. Die 43-Jährige belegte nach drei Würfen in London trotz persönlicher Bestleistung von 29,57 Metern nur Rang neun. Wyludda, die erst seit rund einem Jahr Parasport betreibt, hatte im Vorfeld nicht als Medaillenkandidatin gegolten.
Wyludda war trotz des vorzeitigen Ausscheidens nicht unzufrieden. "Ich bin mit dem Ziel in den Wettkampf gegangen, es zu genießen", sagte sie: "Ich habe Bestleistung geworfen, also habe ich alles erreicht, was ich wollte." Im Dezember 2010 hatte sich Wyludda den rechten Unterschenkel amputieren lassen müssen. Eine offene Wunde, die seit Jahren nicht richtig verheilte, hatte sich nach einer abermaligen Operation bakteriell infiziert.
Die deutschen Basketball-Frauen gewannen gegen Gastgeber Großbritannien 55:44 und stehen im Halbfinale. Auch die Männer siegten im letzten Gruppenspiel gegen Polen 73:63. Nun kommt es in der K.o.-Runde zur Begegnung mit den USA. "Das habe ich mir gewünscht, die passen gut zu unserem Spiel", sagte Matchwinner Jan Haller.
Schwimmerin Kirsten Bruhn wartet bei ihrer dritten Paralympics-Teilnahme weiter auf die zweite Medaille. Die 42-Jährige, die seit einem Motoradunfall 1991 auf der griechischen Insel Kos inkomplett querschnittsgelähmt ist, kam bei ihrem dritten Finale in London über 50 Meter Freistil nur auf Rang fünf. Am Donnerstag steigt im Aquatics Center ihre Spezial-Disziplin 100 Meter Brust, in der sie sowohl in Athen 2004, als auch in Peking 2008 Gold gewann.