Paralympics: Zwei weitere Gewichtheber gedopt - DER SPIEGEL
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Paralympics Zwei weitere Gewichtheber gedopt

Die Gewichtheber sorgen bei den 13. Paralympics in Peking weiter für negative Schlagzeilen. Eine ukrainische Athletin und ein Sportler aus Mali wurden des Dopings überführt.
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Peking - Wie das Internationale Paralympische Komitee (IPC) am Donnerstag mitteilte, wurde in den Urinproben des 45 Jahre alten Facouro Sissoko aus Mali und der 32-Jährigen Ukrainerin Ludmila Osmanowa anabole Steroide (Muskelaufbaupräparate) gefunden.

Sissoko wurde am vergangenen Samstag vor seinem Wettkampf kontrolliert, Osmanowa bei einem Trainingscamp am 29. August in Tianbei Lu (China). Beide Sportler wurden umgehend von den Spielen ausgeschlossen und für zwei Jahre gesperrt. Sie haben aber sieben Tage Zeit für einen Protest.

Zuvor war bei den Wettkämpfen in Peking der pakistanische Gewichther Naveed Ahmed Butt überführt worden. Schon in Athen 2004 waren die Gewichtheber für zehn von elf Dopingfällen der Paralympics verantwortlich.

Am Mittwoch war zudem der Fall des deutschen Rollstuhl-Basketballers Ahmet Coskun bekannt geworden. Der 33-Jährige, der ein Haarwuchsmittel eingenommen hatte, gilt aber nicht als offizieller Dopingfall der Paralympics. Denn die Probe war während des Trainingslagers im Auftrag der Nationalen Anti-Doping-Agentur (Nada) entnommen worden. Coskun wurde deshalb auch nicht automatisch für zwei Jahre gesperrt. Über eine Strafe wird erst in Deutschland entschieden.

Der Wirkstoff Finasterid, der in dem Haarwuchsmittel enthalten ist, steht auf der Liste der verbotenen Substanzen. Finasterid selbst bewirkt keine Leistungssteigerung, kann allerdings leistungssteigernde Dopingmittel verschleiern. "Ich bin völlig bestürzt, Doping ist mir nie in den Sinn gekommen", sagte Coskun, dem wegen einer Krebserkrankung ein Bein amputiert worden war.

ach/dpa/sid