Paris St. Germain Fans stürmten Spielfeld
Paris - Die Fan-Krawalle beim Champions-League-Duell Paris St. Germain - Galatasaray Istanbul (2:0) am Dienstagabend im Prinzenparkstadion mit 56 Verletzten werden ein Nachspiel haben. Am 21. März entscheidet die Uefa über mögliche Sanktionen. Einem oder beiden Clubs drohen nach den unrühmlichen Zwischenfällen in dem sportlich unbedeutenden letzten Gruppenspiel der Zwischenrunde empfindliche Strafen. Bisher ist allerdings keineswegs klar, wer die Randale auf den Rängen angezettelt hat.
"Hässliche Franzosen"
"Kein Tango in Paris, sondern Streit», titelte die türkische
Zeitung "Radikal" am Mittwoch. Für die Blätter am Bosporus stand
fest, dass die PSG-Anhänger die Schlägereien angezettelt haben.
"Hässliche Franzosen", schimpfte "Sabah" und behauptete: "Die
französische Polizei hat geschlafen." Laut "Hürriyet" sollen
französische Fans die Türken provoziert und eine armenische Flagge
entrollt haben.
17 der gewalttätigen Fans mussten in Krankenhäuser gebracht
werden, erklärte ein Uefa-Sprecher. Mindestens einer von ihnen sei
Türke gewesen. Sechs Personen wurden vorläufig festgenommen.
Über 1000 Polizisten waren im Pariser Prinzenpark im Einsatz, um
für die Sicherheit zu sorgen. In der zweiten Halbzeit waren zunächst
vier Zuschauer auf das Spielfeld gestürmt. Als sich die Fans auf den
Rängen prügelten, musste die Partie für knapp 20 Minuten unterbrochen
werden. Schiedsrichter Melo Pereira schickte die Aktiven zur
Sicherheit sogar in den Stadiongang, weil auch Feuerwerkskörper durch
die Luft flogen. Der Polizei gelang es aber, die Zwischenfälle rasch
zu beenden und den drohenden Spielabbruch damit zu verhindern.