Schwimmen Biedermann steht im Halbfinale, Staffel schwimmt deutschen Rekord
Schwimmer Biedermann: "Ich muss hier jedes Rennen mit voller Kraft schwimmen"
Foto: Michael Kappeler/ dpaHamburg - Paul Biedermann ist ins Halbfinale über 200 Meter Freistil eingezogen. Mit einer Zeit von 1:47,27 Minuten landete der deutsche Schwimmer im Aquatic Centre auf dem dritten Platz in seinem Vorlauf. Insgesamt wurde Biedermann Zehnter. "Ich muss hier jedes Rennen mit voller Kraft schwimmen und um jeden Meter kämpfen", sagte Biedermann: "Ich weiß nicht, was los ist. Aber es war besser als gestern."
Am Samstag war Biedermann über 400 Meter Freistil überraschend im Vorlauf ausgeschieden. Und auch am Sonntag zeigte er trotz Halbfinaleinzug keine überzeugende Leistung. Er blieb genau eine Sekunde über der Zeit, mit der er Ende Mai den EM-Titel geholt hatte.
Vorlaufbestzeit über 200 Meter Freistil schwamm 400-Meter-Olympiasieger Sun Yang (China) in 1:46,24. US-Schwimmer Ryan Lochte, der am Vortag Gold über 400 Meter Lagen gewonnen hatte, wurde Zweiter. Landsmann Michael Phelps hatte schon vor Wochen seinen Verzicht auf dieses Rennen bekanntgegeben.
Die deutschen Freistilschwimmer haben über 4x100 Meter mit deutschem Rekord das Finale erreicht. Benjamin Starke, Markus Deibler, Christoph Fildebrandt und Marco Di Carli schwammen im Olympia-Becken von London im Vorlauf in 3:13,51 Minuten die insgesamt fünftbeste Zeit. Am schnellsten waren die Topfavoriten aus Australien in 3:12,29 Minuten. Der bisherige deutsche Rekord stand bei 3:14,23 Minuten.
Europameisterin Mensing enttäuscht
Auch Brustschwimmerin Sarah Poewe war erfolgreich: Sie zog ins Halbfinale über 100 Meter ein und verpasste ihren deutschen Rekord nur knapp um elf Hundertstelsekunden. Die Europameisterin belegte in 1:07,12 Minuten den insgesamt siebten Platz aller Vorläufe. Dagegen schied Caroline Ruhnau in 1:08,43 als 22. aus. Die amerikanische Favoritin Rebecca Soni war in 1:05,75 Minuten die Schnellste im Vorlauf.
Ebenfalls im Halbfinale über 100 Meter stehen die Rückenschwimmer Helge Meeuw und Jan-Philip Glania. Meeuw schwamm in 53,83 Sekunden die siebtbeste Zeit der Vorläufe. Glania schlug in 54,07 Sekunden als insgesamt Zwölfter an.
Rückenschwimmerin Jenny Mensing verpasste hingegen über 100 Meter das Halbfinale. Die Europameisterin belegte in den Vorläufen in 1:00,72 Minuten nur den 21. Platz und war deutlich langsamer als bei ihrem EM-Titel (1:00,08).
"Ich habe mein Bestes gegeben. Der Anschlag hat nicht gepasst, was soll man machen", sagte Mensing lapidar. Am schnellsten war die Australierin Emily Seebohm. In 58,23 blieb sie mit olympischem Rekord nur elf Hundertstelsekunden über dem Weltrekord.