Pferdesport: Fritz Thiedemann gestorben - DER SPIEGEL
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Pferdesport Fritz Thiedemann gestorben

Der ehemalige Springreiter, Olympiasieger in der Mannschaft 1956 und 1960, ist an den Folgen einer Lungenentzündung gestorben. Unvergessen seine Ritte auf dem Holsteiner Wallach "Meteor".
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Heide/Holstein - Fritz Thiedemann ist, wie erst jetzt bekannt wurde, am Samstag im Alter von 81 Jahren in einer Klinik in seinem Geburts- und Wohnort Heide in Holstein gestorben. Das teilte die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) am Montag mit. "Fritz Thiedemann war eine der großen Leitfiguren des Sports, nicht nur des Reitsports", sagte FN-Präsident Dieter Graf Landsberg-Velen (Balve). "Einen wie Fritz Thiedemann wird es so schnell nicht wieder geben." Der Präsident des Nationalen Olympischen Komitees (NOK), Walther Tröger, bezeichnete Thiedemanns Tod als "herben Verlust für den gesamten deutschen Sport".

Der zweimalige Mannschafts-Olympiasieger von 1956 in Stockholm und 1960 in Rom war am 16. Dezember wegen einer Lungenentzündung in ein Krankenhaus eingewiesen worden. Thiedemann ist der dritte prominente Reiter der Nachkriegsjahre, den die deutsche Reiterei in den vergangenen fünf Monaten verlor. Am 4. August erlag die Dressur-Olympiasiegerin Liselott Schindling-Rheinberger im Alter von 71 Jahren einer schweren Krankheit. Der sechsmalige Dressur-Olympiasieger Reiner Klimke starb am 17. August.

Thiedemann hatte das Springreiten in Deutschland nach Ende des Zweiten Weltkrieges geprägt. Eng verbunden sind seine Erfolge mit dem Holsteiner Wallach Meteor. Mit dem "Dicken", wie Thiedemann Meteor nannte, bildete er eines der berühmtesten Paare in der Geschichte des Springsports. Außer den Goldmedaillen in Stockholm und Rom gewann Thiedemann mit dem Wallach 1952 in Helsinki Olympia-Bronze im Einzel und wurde 1958 Europameister.