PGA Championships Langers solider Start
Atlanta - Bernhard Langer liegt bei den 83. PGA Championships nach dem ersten Tag gut im Rennen. Mit einer 69er-Runde, eins unter Par, belegt der 43-Jährige den 40. Rang, fünf Schläge hinter dem überraschend in Führung liegenden Neuseeländer Grant Waite. Zwei Schläge hinter Waite platzierten sich gleich neun Golfprofis auf dem zweiten Platz, darunter mit dem British-Open-Sieger David Duval und Phil Mickelson zwei der Topfavoriten. Titelverteidiger Tiger Woods läuft nach einer schwachen Auftaktrunde sogar Gefahr, den Cut zu verpassen.
Langers Pech auf den Grüns
Woods, die Nummer eins der Welt, leistete sich auf dem Par-70-Kurs des Atlanta Athletic Club am Rande der Millionenmetropole in Georgia unter anderem zwei Doppelbogeys und liegt nach einer 73er-Runde nur auf Platz 100. Bernhard Langer startete am zehnten Abschlag und legte gleich zwei Birdies vor. Nach sieben gespielten Löchern lag er immer noch zwei unter Par und war im Zwischenklassement ganz vorne dabei. Doch mit einem Doppelbogey auf der 17 verlor er seine gute Ausgangsposition. Bei dem Par-3-Loch landete ein zu kurzer Abschlag im Wasser, der anschließende Putt nach dem zweiten Abschlag verfehlte das Loch nur ganz knapp. "An einigen Löchern war es wie verhext, vier oder fünfmal fehlten nur Millimeter", beklagte Langer sein Pech auf den Grüns. Nach dem Schock von der 17 erholte sich Deutschlands Ausnahmegolfer aber schnell wieder und spielte die restlichen Löcher sehr kontrolliert.
Nicht nur die tropischen Temperaturen, sondern auch der extrem lange Kurs (7213 Yards/6564 Meter) des Atlanta Athletic Club forderte Langer alles ab. "Auf so einem Kurs gehöre ich sicher nicht zu den Topfavoriten. Die Bedingungen waren aber hervorragend. Ich habe immer nur gedacht, alles unter Par ist ein super Ergebnis. Ich hatte nur einen schlechten Schlag, ansonsten lief es gut", sagte der 26. der Weltrangliste.
Tiger Woods nur auf Platz 100
Langers Hoffnungen sind begründet. Das Feld liegt so eng beieinander, dass er nur drei Schläge Rückstand auf die Zweitplatzierten hat. Insgesamt konnten 55 Spieler den Platzstandard unterbieten. Ein derart dicht gedrängtes Feld hat es bei den PGA Championships seit sechs Jahren nicht mehr gegeben.
Von der Rolle scheint dagegen Tiger Woods zu sein. Vor ihm platzierten sich nach dem ersten Tag 99 Konkurrenten. Noch nie in seiner Karriere ist der mittlerweile 25-Jährige bei einem Major-Turnier so schlecht gestartet. Woods glaubt aber nach wie vor an seine Chance: "Ich habe einige Fehler beim Golfschwung und beim Putten gemacht. Hätte mein Putten funktioniert, hätte ich Par gespielt. Minus der anderen Fehler wäre ich sogar unter Par", stellte er fest, "sollte ich morgen eine gute Runde spielen, bin ich wieder mitten dabei." Einem Spieler wie Woods glaubt man solche Gemeinplätze.
Strahlender Waite
Der in Führung liegende Neuseeländer Grant Waite hatte dagegen allen Grund zu strahlen: "Ich war bisher noch nie in einer Situation, die auch nur ansatzweise vergleichbar wäre. Ich sehe dies als ein Abenteuer an und bin stolz auf das, was ich heute erreicht habe." Waite ist als Nummer 101 der aktuellen Weltrangliste bisher kaum in Erscheinung getreten. Bei seinen letzten sieben Auftritten auf der PGA Tour gab er einmal auf, und bei den anderen sechs Turnieren scheiterte er am Cut. Seine Chancen, den Platz an der Sonne weiter genießen zu können, sind jedoch nicht die besten. Im eng gedrängten Verfolgerfeld sind mit Ausnahme von Tiger Woods fast alle Topnamen vertreten. Vor allem der Ende Juli bei den British Open siegreiche Amerikaner David Duval ist in ausgezeichneter Form: "Ich habe im Moment ein gutes Gefühl. Ich weiß, wie ich gewinnen kann. Also gehe ich raus, spiele und werde nicht übermütig."