Positive Dopingprobe Heras vermutet Laborfehler
Madrid - "Ich kann mir nur vorstellen, dass es sich um einen Laborfehler handelt", erklärte Heras einem spanischen Radiosender. Er wisse nicht, was mit der untersuchten Probe passiert sei, "aber wenn am 21. November die B-Probe geöffnet wird, werde ich auf jeden Fall mit meinem Anwalt dabei sein".
Der Radsport-Weltverband UCI hatte das Team des 31-Jährigen, für das auch der deutsche Radprofi Jörg Jaksche und ab der kommenden Saison der ehemalige T-Mobile-Profi Alexander Winokurow fahren, bereits am 27. Oktober über den positiven Doping-Befund unterrichtet. Bei dem betreffenden Zeitfahren am vorletzten Tag der Spanien-Rundfahrt hatte Heras den zweiten Platz belegt und damit seinen erneuten Gesamtsieg perfekt gemacht. Heras gewann die Vuelta in diesem Jahr zum vierten Mal nach 2000, 2003 und 2004 und stellte damit einen Rekord auf.
Der frühere Mannschaftskollege des siebenmaligen Tour-de-France-Siegers Lance Armstrong war vor zwei Jahren vom US Postal Team zu Liberty gewechselt. Der inzwischen zurückgetretene Armstrong war vor wenigen Wochen ebenfalls unter Verdacht des Epo-Dopings geraten, nachdem Untersuchungen eingefrorener Urinproben von seinem ersten Toursieg 1999 Spuren des synthetisch hergestellten Hormons aufgewiesen hatten.