Positiver Test: US-Open-Siegerin unter Druck - DER SPIEGEL
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Positiver Test US-Open-Siegerin unter Druck

Die Meldung über einen Dopingfall im Damentennis hat zum Auftakt der Australian Open für das größte Aufsehen gesorgt. Die russische US-Open-Gewinnerin Swetlana Kusnezowa ist vor einem Monat bei einem Schaukampf in Belgien positiv getestet worden.
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Melbourne - Belgiens Sportminister Claude Eerdekens machte die angebliche Positivprobe vom Einladungsturnier in Charleroi aus dem Dezember öffentlich, ohne allerdings den Namen der Athletin zu nennen. Bei dem Turnier nahmen nur Kusnezowa, Dementiewa, Dechy und die frühere Weltranglistenerste Justine Henin-Hardenne aus Belgien teil. Henin-Hardenne aber war nach Eerdekens Angaben definitiv nicht die positiv getestete Spielerin. Am Abend gaben die belgischen Behörden dann bekannt, dass Kusnezowa positiv auf die Stimulans Ephedrin getestet wurde.

Kusnezowa, 19, die bei den Australian Open mit 6:1, 6:1 über Jessica Kirkland (USA) in die zweite Runde eingezogen war, hatte völlig überrascht auf die erste Doping-Nachricht aus Belgien reagiert. "Ich habe nur gehört, dass irgendjemand irgendetwas in einer Zeitung geschrieben hat. Mich hat bisher aber noch niemand kontaktiert. Ich weiß also praktisch nichts darüber", sagte die in Melbourne an Position fünf gesetzte Kusnezowa und fügte hinzu: "Es ist einfach unfair, dass diese Dinge veröffentlicht werden. Es ist doch alles noch nicht sicher." Auch Dechy und Dementiewa hatten erklärt, bisher nicht von offizieller Seite kontaktiert worden zu sein.