Pressestimmen "Unverdauliche Suppe eingebrockt"
Leipziger Volkszeitung:
"Es war das berühmte blaue Auge, mit dem die Leipziger Bewerbung davongekommen ist. Nach den Ereignissen der letzten Wochen scheint so mancher nahezu auf den großen Knall zu warten."
Sächsische Zeitung Dresden: "Verschwunden ist die Leichtigkeit des Münchner Wahlauftritts. Die nächsten Tage werden zeigen, wie schnell der Patient Leipzig wieder gesund werden kann. An guten Wünschen fehlt es nicht."
Mitteldeutsche Zeitung Halle: "Ein Rückzug von der Bewerbung wäre der Super-GAU für die um Einheit ringende Politik. Die einzige Idee der letzten Jahre, die die Menschen hier inspiriert und mental aufbaut, wäre tot. Deshalb kann die Richtung nur heißen: Sauber,
professionell und schnell - jetzt erst recht."
Freie Presse Chemnitz: "Leipzig hat leider einen Großteil des Vertrauens der Menschen verspielt. Nun, da der Sumpf trocken gelegt scheint, kann es nur noch wieder aufwärts gehen. Oder? Leipzig hat am Samstag eine letzte Chance bekommen."
Die Welt: "Während Steinbach bemüht ist, Krisenmanagement zu betreiben, baut von Richthofen auf Schlagfertigkeit, Pointen und populistische Fähigkeiten. Doch die kleinen Sabotageakte, die Macht unter Beweis stellen sollen, finden immer weniger Fans."
Frankfurter Allgemeine Zeitung: "Den einzigen Grund dafür, dass die Bewerbung in weniger als 14 Tagen nicht mit einem lauten Knall platzen wird, hat der deutsche Sport deutlich gemacht: Die Luft ist raus."
Frankfurter Rundschau: "Es steht nicht gut. Die Chancen auf einen Erfolg, so sie denn jemals überhaupt vorhanden gewesen sind, sinken von Tag zu Tag und von Eklat zu Eklat."
Süddeutsche Zeitung: "Ein wohl aussichtsloses Rennen gegen die Zeit. Nüchtern besehen hat Leipzig nicht das letzte Gefecht der Krise erlebt, sondern das erste Rückzugsgefecht der deutschen Kandidatur."
Rheinische Post Düsseldorf: "Die Schiebereien schaden der Ost-Boomtown Leipzig, Sachsen und dem Osten insgesamt. Das ist alles andere als eine Empfehlung für ausländische Investoren - und nichts braucht Deutschlands Osten so nötig. Der Ost-West-Gegensatz wird wieder deutlicher werden."
Westdeutsche Zeitung Düsseldorf: "Der Patient atmet noch. Aber die Chancen auf Genesung sind gleich null. Leipzig hat seinen Kredit an Skandalen aufgebraucht."
Neue Westfälische Bielefeld: "Leipzigs Oberbürgermeister Wolfgang Tiefensee bewegt sich auf dünnem Eis. Der Macher der Olympiabewerbung hat eine letzte Chance bekommen. Alle Schmuddeleien müssen aufgedeckt werden, um die Minimalchance zu wahren. Die Pleite mit Berlin 2000 ist nicht vergessen."
Hannoversche Allgemeine: "Das NOK hatte sich aus dem Bauch heraus für Leipzig entschieden - und hat sich, wie sich jetzt zeigt, eine unverdauliche Suppe eingebrockt."
Kieler Nachrichten: "Leipzig ist auf dem besten Weg, mit hausgemachten Problemen das große Ganze zu gefährden. Nach dem peinlichen Scheitern Berlins bei der Kandidatur für die Sommerspiele 2000 kann sich Deutschland keine weitere Blamage leisten."
Stuttgarter Zeitung: "Angesichs der zahlreichen Affären und Rücktritte glaubt kaum jemand daran, dass diese Bewerbung noch Sinn macht. Aus Feuer und Flamme droht ein Flächenbrand zu werden, der kaum noch zu löschen ist."
Mannheimer Morgen: "Leipzig hat schon auf den ersten Metern den Rhythmus verloren. Nach hausgemachten Turbulenzen droht der Sturz, weit vor dem Ziel."