Pressestimmen zum Armstrong-Urteil "Er verdient es, vergessen zu werden"
Ex-Radprofi Armstrong: "Das Ende eines Mythos"
Foto: Graham Hughes/ APInternationale Pressestimmen zum UCI-Urteil im Fall Lance Armstrong:
SPANIEN
El País: "Nun ist es offiziell. Einen Lance Armstrong hat es nie gegeben. Die UCI verurteilt den Texaner dazu, vergessen zu werden."
El Mundo: "Die UCI guillotiniert den in Verruf geratenen Armstrong. Der Texaner und seine Ära werden aus der Geschichte des Radsports gestrichen. Der Weltverband geht mit seiner Aufarbeitung der Vergangenheit jedoch zu weit. Statt den Radsport zu retten, reißt er ihn noch weiter hinab in die Tiefe."
El Periódico: "Armstrong verschwindet aus der Radsport-Geschichte. Die Sanktion der UCI ist exemplarisch."
Marca: "Der Fall Armstrong wird nicht nur den Texaner in die Tiefe reißen. Auch der Weltverband UCI ist angeschlagen und unglaubwürdig. Sein Image war schon vorher angekratzt gewesen. Das Auffliegen des Armstrong-Schwindels zeigt, dass das Elend seine Wurzeln nicht allein im Feld der Fahrer hat."
As: "Der Absturz Armstrongs ist keine Katastrophe. Er ist vielmehr eine Katharsis im Radsport. Armstrong war der böse Sheriff. Es ist gut, dass der gesamte Radsport dies nun weiß."
ITALIEN
La Gazzetta dello Sport: "Armstrong ausgelöscht. Game over. Eine Ära ist zu Ende. Es ist eine historische Wende und zugleich eine vergebene Chance. Pat McQuaid hätte dafür um Verzeihung bitten müssen, dass der Radsportweltverband so unfähig war."
Corriere dello Sport: "Der Radsport löscht Armstrong aus."
Tuttosport: "Armstrong wurden die sieben Tour-Titel aberkannt. Der Radsport liegt in Scherben."
Corriere della Sera: "Besser spät als nie. Armstrong ist weg. Was bleibt, ist die Hoffnung."
Il Tempo: "Das Ende eines Mythos."
USA
USA Today: "Nach Jahren des Leugnens bricht Armstrongs Strategie zusammen."
Boston Globe: "Ist Armstrong die größte Schande der Sportgeschichte?"
Sports Illustrated: "Profi-Radsport ist jetzt kein perfekter Ort, weit gefehlt. Aber er ist besser als zuvor."
GROSSBRITANNIEN
The Times: "Sieben Todsünden. Armstrong beinahe fatal für den Radsport."
Daily Mirror: "Zurückgefahren vom Held zum Nichts. Er verdient es, vergessen zu werden."
The Daily Telegraph: "Der Horror dieser Doping-Ära darf nicht vergessen werden. Löscht Armstrongs Name aus den Geschichtsbüchern, aber seine Geschichte sollte weiter erzählt werden als Warnung an junge Fahrer."
SCHWEIZ
Blick: "Seine 7 Todsünden. Lance Armstrong ist endgültig vom Sockel."
Neue Zürcher Zeitung: "Armstrongs Siege sind endgültig Makulatur."
NIEDERLANDE
De Telegraaf: "Unglaubwürdig. Der Sünder wurde mit der Person Lance Armstrong am höchsten Baum aufgehängt. Aber über das eigene Funktionieren überhaupt nur nachzudenken, das tat die UCI nicht. Das ist schlicht enttäuschend. Man muss mehr tun, um beim großen Publikum die Glaubwürdigkeit des Radrennsports zurück zu gewinnen."
NRC Handelsblad: "Mit Armstrong ist das strukturelle Dopingproblem noch lange nicht aus dem professionellen Radrennen verschwunden."
SCHWEDEN
Aftonbladet: "Die Affäre ist der bisher klarste Beweis, wie verrottet das ganze System ist."
PORTUGAL
Público: "Lance Armstrong: der Sturz eines Mythos. Der Radsport hat sein größtes Idol, den König der Tour de France entlarvt und dessen Titelsammlung in Asche gelegt."