Prozess: Thomas Haas muss zahlen - DER SPIEGEL
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Prozess Thomas Haas muss zahlen

Thomas Haas hat das Gerichtsverfahren gegen seine ehemalige Förderer endgültig verloren. Der in Florida lebende Tennisprofi muss über eine halbe Million Euro an die früheren Sponsoren zahlen.
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München - Eine Förderer-Gemeinschaft mit 15 Mitgliedern, darunter "Focus"-Chefredakteur Helmut Markwort, hat am Donnerstag den Prozess gegen Haas auch in zweiter Instanz vor dem Oberlandesgericht München gewonnen. Eine Revision gegen das Urteil wurde nicht zugelassen. Damit bestätigte das Gericht eine Entscheidung des Landgerichts München I aus dem März dieses Jahres.

Nach Angaben des Anwalts der "TOSA Tennistalentförderung GmbH", Ulrich Lichtner, muss Haas 516.794 Euro nebst Zinsen an die einstigen Mäzene zahlen. Die damaligen Förderer hatten sich seinerzeit verpflichtet, fünf Jahre lang mit jährlich jeweils 10.000 Mark für die Ausbildung von Tommy Haas und dessen Schwester Sabine zu zahlen, die den Schläger längst zur Seite gelegt hat. Insgesamt kamen so nach Angaben des Anwalts von 1990 bis 1994 750.000 Mark zusammen.

Zahlungen an Förderer blieben aus

Als Rendite für das Engagement versprach Familie Haas bis Ende 2004 15 Prozent aller Einnahmen. Doch als sich Thomas Haas ab 1999 in der Weltrangliste nach vorne kämpfte und begann, größere Summen zu verdienen, blieben die Zahlungen aus. Mittlerweile ist der heutige Daviscupspieler die Nummer eins im deutschen Tennis. Die Einnahmen des 24-Jährigen in diesem Jahr werden auf rund 3,2 Millionen Dollar geschätzt.

1997 meldete Peter Haas mit der Gesellschaft, die die für dessen Sohn Thomas bestimmten Fördergelder verwalten sollte, Konkurs an. Um Aufsehen zu vermeiden, stieg der mittlerweile volljährige Haas junior mit Hilfe des Vermarkters IMG in die bestehenden Verträge ein. Die Vorsitzende Richterin Ursula Lewenton erklärte am Donnerstag, Thomas Haas habe bereits vor einiger Zeit zugesagt, alle Verpflichtungen zu erfüllen.