Quartier-Streit Beachvolleyballer bleiben im Olympischen Dorf
Hamburg - Die deutschen Beachvolleyball-Teams dürfen nun doch in einem Hotel ausserhalb des olympischen Dorfes wohnen. "Die Beachvolleyballer können ihr Ausweichquartier am Rande von Peking beziehen", bestätigte DOSB-Pressesprecher Gerd Graus. Man habe die Sicherheitsbedenken der Organisatoren ausräumen können. Am Mittwoch hieß es, die Beachvolleyballer dürften ihr selbstgewähltes Hotel in Peking aus Sicherheitsgründen nicht beziehen und müssten stattdessen im Olympischen Dorf wohnen.
Beachvolleyballerinnen Rau (r.) und Pohl: Wohnen im Hotel ihrer Wahl
Foto: DPADie Beachvolleyballer haben sich jedoch bereits mit dem verwehrten Einzug in ihr Traininsquartier vor den Toren Pekings arrangiert und werden bis zum Ende der Sommerspiele im Olympischen Dorf in Peking bleiben. "Unser Plan B läuft, wir können ja nicht ständig alles umschmeißen, nur weil sich die Chinesen jetzt doch wieder anders entschieden haben", sagte Michael Tank, Delegationsleiter Beach.
Die Olympiaauswahl von Fußball-Rekordweltmeister Brasilien hat ihre Vorbereitung auf die Sommerspiele mit einem 2:0 (1:0) in Hanoi gegen Gastgeber Vietnam abgeschlossen. Für das Team von Nationaltrainer Dunga, das in Peking sein erstes Olympiagold anstrebt, trafen Alexandre Pato (6.) und Thiago Neves (81.). Dunga ließ gegen die Asiaten die Bundesliga-Legionäre Rafinha (Schalke 04), Breno (Bayern München) und Diego (Werder Bremen) von Beginn an auflaufen. Nachdem Jungstar Pato vom AC Mailand nach einem Pass seines neuen Clubkollegen Ronaldinho die Führung erzielte, dominierten die Brasilianer die Partie, kamen aber erst in der Schlussphase nach einem 20-Meter-Schuss des für Diego eingewechselten Neves zum 2:0. Am kommenden Donnerstag startet die Dunga-Elf gegen Belgien ins olympische Turnier. Weitere Vorrundengegner sind Neuseeland (10. August) und Olympia-Gastgeber China (13. August).
Der norwegische Radprofi Thor Hushovd hat seinen Start bei den Olympischen Spiele in Peking abgesagt. "Ich wollte unbedingt fahren, aber ich brauche einfach Ruhe", sagte der 30-Jährige, der bei der Tour de France in diesem Jahr eine Etappe gewonnen hatte. Im späteren Verlauf der Frankreich-Rundfahrt war er gestürzt und krank geworden, deshalb sei sein Körper nun zu geschwächt für einen Olympia-Start, so Hushovd.
Die deutsche Rekord-Olympiasiegerin Birgit Fischer hält Basketball-Superstar Dirk Nowitzki nicht für den idealen Träger der deutschen Fahne bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Sommerspiele in Peking am 8. August. Die achtmalige Kanu-Olympiasiegerin möchte lieber "gestandene Olympioniken" an der Spitze der deutschen Mannschaft sehen. " Dirk Nowitzki ist ein toller Mensch, ein toller Sportler, aber da sollte man doch bei den Traditionen bleiben und gestandene Olympioniken nehmen", sagte Fischer Sport Bild online. Sie selbst hatte 2000 in Sydney die deutsche Fahne getragen. NBA-Profi Nowitzki hat sich erstmals mit der deutschen Mannschaft für Sommerspiele qualifiziert und bereits geäußert, dass er es als " Riesenehre" empfinden würde, die Fahne tragen zu dürfen. Für Peking schlägt Fischer aber andere deutsche Olympiasieger vor: "Ich denke da an die Schützen und Reiter. Von den Schützen hat noch nie einer die Fahne getragen, und das sind großartige Sportler, die lange dabei sind und auch oft Gold holten." Ihr früherer Teamkamerad Andreas Dittmer sei als dreimaliger Canadier-Olympiasieger ebenfalls ein guter Kandidat. "Aber der kommt ja nicht in Frage, weil er zum Zeitpunkt der Eröffnungsfeier noch gar nicht in Peking ist", so Fischer.
Basketball-Top-Favorit USA hat eine Woche vor Beginn der Olympischen Spiele in Peking dem EM-Dritten Litauen eine deutliche Niederlage zugefügt. Die Superstars aus der nordamerikanischen Profiliga NBA gewannen ein Länderspiel in Macau gegen den Olympia-Teilnehmer 120:84 und präsentierten sich dabei in glänzender Verfassung. In Peking trifft das US-Dream-Team in der Gruppe B auf Deutschland, Gastgeber China, Weltmeister Spanien, Afrikameister Angola und Griechenland.
luk/sid/dpa