Radsport: Ärger für Armstrong - DER SPIEGEL
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Radsport Ärger für Armstrong

Vorfall im Trainingslager: Radprofi Lance Armstrong hat sich offenbar während einer routinemäßigen Dopingkontrolle in Frankreich nicht angemessen kooperativ verhalten. Die nationale Anti-Doping-Agentur legte daraufhin Beschwerde ein.
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Hamburg - Der siebenfachen Toursieger Lance Armstrong hat französische Dopingkontrolleure verärgert. Wie die französische Anti-Doping-Agentur (AFLD) mitteilte, hat die Organisation bereits am 30. März eine Beschwerde über das Verhalten des US-Amerikaners während einer Trainingskontrolle beim Radsport-Weltverband UCI und der Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) eingereicht.

Radprofi Armstrong: Probleme nach Dopingkontrolle

Radprofi Armstrong: Probleme nach Dopingkontrolle

Foto: AP

AFLD-Präsident Pierre Bordry teilte mit, es gehe es um einen Vorfall bei einer Kontrolle am 17. März, als Armstrong während eines Traningslagers an der Cote d'Azur von einem Mitarbeiter der französischen Agentur zum Test aufgefordert wurde. Dabei ist es offenbar zu einer Verzögerung von etwa 20 Minuten gekommen.

Armstrong sei informiert worden, dass der Vorfall Folgen haben könnte. Der Kontrolleur habe den Radprofi, der Blut- , Haar- und Urinproben abgeben musste, gewarnt, dass er einen Bericht einreichen werde.

Astana-Teamchef Johan Bruyneel, für dessen Rennstall Armstrong antritt, lieferte unterdessen eine mögliche Erklärung für die ungewöhnliche Verzögerung. "Ich habe den Kontrolleur gebeten, kurz zu warten. Vor ein paar Tagen hingen diverse Gestalten vor unserem Haus herum und deshalb habe ich Anne Gripper als Anti-Doping-Beauftragte der UCI angerufen. Sie versicherte mir, dass alles in Ordnung sei und wir ließen die Leute herein", sagte Bruyneel der Zeitung "L'Equipe".

Die AFLD will erst eine Reaktion der UCI abwarten, bevor sie entscheidet, ob Armstrongs Verhalten gegen den weltweiten Anti-Doping-Code verstoßen hat.

UCI-Sprecher Enrico Carpani stellte bereits klar, dass der Weltverband selbst keine Schritte einleiten wird: "Die UCI hat in diesem Fall keinen Einfluss, da es um einen Test geht, der sich außerhalb eines Wettbewerbs abspielte. Da liegt die Autorität bei der Agentur."

Armstrong hatte sich am 23. März bei einem Sturz während der spanischen Rundfahrt Castilla y León das Schlüsselbein gebrochen, will aber dennoch im Juli die Tour de France bestreiten. Bei einem schnellen Heilungsprozess wäre sogar der ursprünglich geplante Start beim Giro d'Italia im Mai möglich.

jok/sid