Radsport: Auch Hincapie belastet Armstrong - DER SPIEGEL
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Radsport Auch Hincapie belastet Armstrong

Der Druck auf Lance Armstrong wird größer: Nur einen Tag nach den Vorwürfen durch Tyler Hamilton soll nun auch George Hincapie den siebenfachen Tour-Sieger des Dopings bezichtigt haben.
Radprofi Hincapie (links): Vorwürfe gegen Ex-Teamkollegen Armstrong (rechts)
Radprofi Hincapie (links): Vorwürfe gegen Ex-Teamkollegen Armstrong (rechts)

Radprofi Hincapie (links): Vorwürfe gegen Ex-Teamkollegen Armstrong (rechts)

Foto: Gero Breloer/ dpa
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Hamburg - Siebenmal hat Lance Armstrong die Tour de France gewonnen. Siebenmal fuhr George Hincapie an der Seite des Rad-Champions. Nun hat der ehemalige Teamkollege Armstrong schwer belastet. Gegenüber Ermittlungsbehörden soll Hincapie behauptet haben, Armstrong bei der Einnahme des Blutdopingmittels Epo gesehen zu haben, meldete der US-Sender CBS. Außerdem habe der 37-Jährige mit Armstrong über den Gebrauch von Testosteron gesprochen. Über Twitter hielt sich Hincapie hingegen zurück: "Ich kann nichts kommentieren, was mit den laufenden Ermittlungen zu tun hat. Ich habe nicht mit CBS gesprochen und habe keine Ahnung, woher die ihre Informationen haben."

Bereits am Freitag hatte mit Tyler Hamilton ein weiterer Ex-Teamkollege schwere Vorwürfe gegen Armstrong erhoben. "Er hat genommen, was der Großteil des Feldes genommen hat. Epo, Testosteron, Bluttransfusionen", sagte der 40-Jährige im CBS-Nachrichtenmagazin "60 Minutes". "Ich sah Epo in seinem Kühlschrank", so Hamilton weiter.

Armstrong wehrt sich via Twitter

Armstrong selbst bestreitet nach wie vor sämtliche Vorwürfe. Der 39-Jährige reagierte via Twitter  auf die Anschuldigungen: "Eine mehr als 20-jährige Karriere, 500 Doping-Tests weltweit, vor, nach und während der Rennen. Kein einziger positiver Test." Auch sein Anwalt Mark Fabiani wies die Vorwürfe vehement zurück.

Vor einem Jahr hatte Floyd Landis die staatlichen Ermittlungen in Gang gebracht. Auch er war früher Teamkollege Armstrongs und wurde des Dopings überführt. Nachdem er aufgeflogen war, beschuldigte Landis unter anderem Armstrong, gedopt zu haben. Bei der Tour de Suisse 2001 soll Armstrong positiv getestet worden sein, hatte Landis behauptet.

Der heute 35-Jährige sagte, Armstrong habe ihm von einer finanziellen Regelung mit dem damaligen UCI-Präsidenten, Hein Verbruggen, erzählt: Der positive Test würde daher ignoriert. 2005 hatte Armstrong eine 100.000-Dollar-Zahlung an die UCI getätigt, die drei Jahre zuvor vereinbart worden war. Davon war eine Maschine zur Analyse von Blutproben angeschafft worden. Armstrong und Verbruggen haben die Anschuldigungen stets bestritten.

klu/sid/dapd