Radsport Außenseitersieg bei Paris-Roubaix
Roubaix - Trotz des Handicaps fuhr Wesemann ein großartiges Rennen, musste sich jedoch mit Rang sieben begnügen und den Sieg beim ältesten Rad-Klassiker der Welt nach 254,5 Kilometern dem Außenseiter Servais Knaven vom belgischen Rennstall Domo-Farm Frites überlassen.
Der niederländische Meister von 1995 entschied das dritte Weltcup-Rennen des Jahres nach 6:38:40 Stunden im Alleingang für sich, nachdem er sich dank Unterstützung seiner Teamkollegen Johan Museeuw, Wilfried Peeters (beide Belgien) und Romans Vainsteins (Lettland) sechs Kilometer vor dem Ziel hatte absetzen können.
Zweiter bei der Tortur über die Kopfsteinpflasterstraßen durch Frankreichs "Hölle des Nordens" wurde mit 30 Sekunden Rückstand Vorjahressieger Museeuw vor Weltmeister Vainsteins, der damit die Führung in der Weltcup-Gesamtwertung übernahm. Knaven hat
wie Flandern-Sieger Gianluca Bortolami (Italien) und Telekom-Kapitän Erik Zabel (Unna) 100 Punkte auf dem Konto.
Wieder Pech für Zabel
Wie schon bei der Flandern-Rundfahrt war Zabel wieder vom Pech verfolgt. Der Sieger von Mailand-San Remo blieb diesmal zwar von Stürzen verschont, musste jedoch gleich dreimal das Hinterrad wechseln. Zwei Reifen erhielt der letztjährige Weltcup-Gesamtsieger
von seinen Helfern Andreas Klier (München) und Jan Schaffrath (Berlin), die anschließend lange auf eigenen Ersatz warten mussten und weit abgeschlagen vorzeitig ausstiegen.