Radsport Casagrande siegt beim "Wallonischen Pfeil"
Huy - Die Stars des Teams Telekom haben beim "Wallonischen Pfeil" wenige Sekunden zu spät die Schlussoffensive gestartet und deshalb Francesco Casagrande den Sieg bei der 64. Auflage der Rad-Fernfahrt in Belgien überlassen müssen. Als Nachfolger seines Landsmannes Michele Bartoli triumphierte der Italiener nach 198 Kilometer von Charleroi auf dem mörderischen Schlussanstieg in Huy nach 4:52:44 Stunden mit acht Sekunden Vorsprung vor dem Belgier Rik Verbrugghe und Laurent Jalabert aus Frankreich.
Die bei zunächst kühlem und regnerischen Wetter gut in Fahrt gekommene Telekom-Crew hatte am Ende nichts mehr mit dem Rennausgang zu tun und konnte keinen Akteur unter den ersten Zehn platzieren. Bereits 60 Kilometer vor dem Ziel war das Rennen für Telekom-Youngster Andreas Klöden (Berlin) beendet. Der Sieger von Paris-Nizza und der Baskenland-Rundfahrt stieg nach einem Sturz auf Anraten des Mannschaftsarztes vorsichtshalber aus.
Über 176 Kilometer hatte ein Ausreißerduo mit Englands früherem Stundenweltrekordler Chris Boardman und dem Litauer Raimondas Rumsas das Rennen dominiert. Beide fuhren ab Kilometer zwölf bis zu zwölf Minuten Vorsprung heraus, der jedoch 25 Kilometer vor dem Ziel jäh endete. Dann enteilten die Belgier Merckx und Verbrugghe, die kurze Zeit später Begleitung des späteren Siegers Casagrande erhielten.
Für Jaksche, Keßler, Bölts, Winokurow sowie ihre Teamkollegen Jens Heppner und Alberto Elli war der "Fleche Wallone" die Generalprobe für den Frühjahrs-Klassiker "Lüttich-Bastogne-Lüttich" am kommenden Sonntag. Beim vierten Weltcuprennen der Saison wird auch der im Gesamtklassement führende Telekom-Kapitän Erik Zabel wieder am Start sein.