Radsport-Comeback: Armstrong darf in Australien starten - DER SPIEGEL
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Radsport-Comeback Armstrong darf in Australien starten

Lance Armstrong fragt an und der Radsport-Weltverband ignoriert seine eigenen Regularien: Obwohl der US-Radprofi nicht wie vorgeschrieben im Doping-Kontrollsystem der UCI geführt wurde, wird er bei der Australien-Tour Anfang 2009 an den Start gehen.
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Hamburg - Der siebenmalige Tour de France-Sieger Lance Armstrong darf sein Comeback vom 20. bis 25. Januar 2009 bei der Tour Down Under in Australien geben. Der Weltradsportverband UCI gab in einer Mitteilung grünes Licht für die Teilnahme des Amerikaners am ersten ProTour-Rennen des Jahres.

Radsportler Armstrong: Profiteur einer Ausnahme

Radsportler Armstrong: Profiteur einer Ausnahme

Foto: AP

Die UCI machte damit eine Ausnahme von ihrem eigenen Reglement, das in Artikel 77 vorschreibt, dass sich jeder Radprofi ein halbes Jahr vor seinem ersten Start ins Anti-Doping-Programm reintegrieren muss. Danach hätte Armstrong erst vom 1. Februar 2009 an wieder Rennen bestreiten dürfen.

Der Weltverband begründete die Ausnahme mit den Fortschritten in seinem Anti-Doping-Programm seit 2004, als die Regelung in Kraft trat. "Als Ergebnis dieser Verbesserungen unterliegen die Fahrer verglichen mit früher heute einem wesentlich schärferen Kontrollsystem. Folglich kann das Ziel, das 2004 mit Artikel 77 verfolgt wurde, besser durch die sorgfältige Anwendung der gegenwärtigen Untersuchungsmethoden erreicht werden als durch das Festhalten an einer Zeitperiode", hieß es in der UCI-Mitteilung, die mit den Worten schloss: "Die UCI kann bestätigen, dass Lance Armstrong von jetzt an bis zu seiner Rückkehr auf die Straße sehr streng kontrolliert werden wird."

Gegen Armstrong waren 2005 nach dessen Rücktritt schwere Doping-Anschuldigungen erhoben worden. Die französische Sportzeitung "L'Equipe" hatte dem Texaner damals Epo-Doping in sechs Fällen vorgeworfen und sich auf die Auswertung tiefgefrorener Proben von 1999 berufen. Der Radsport-Weltverband UCI hatte die Anschuldigungen gegen den Texaner damals als haltlos zurückgewiesen. UCI-Präsident Pat McQuaid hatte vor wenigen Tagen nochmals betont, dass man die Vergangenheit von Armstrong nicht mehr aufrollen wolle und könne.

Der US-Amerikaner hatte im September angekündigt, in der kommenden Saison für das kasachische Astana-Team zu starten. 2005 hatte der heute 37-Jährige seine Karriere als Radprofi für beendet erklärt.

fpf/sid/dpa

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