Radsport: Klöden verlässt T-Mobile - DER SPIEGEL
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Radsport Klöden verlässt T-Mobile

T-Mobile verliert seinen besten Fahrer: Kapitän Andreas Klöden wechselt wie sein Teamkollege Matthias Kessler zur Konkurrenz nach Spanien - und freut sich auf das Wiedersehen mit einem alten Bekannten. Klödens neue Mannschaft hat allerdings einen schlechten Ruf.
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Hamburg - Klöden wird in den beiden nächsten Jahren für den in die Dopingschlagzeilen geratenen spanischen Radrennstall Astana fahren. Diesen Entschluss teilte der 31-Jährige auf seiner Homepage mit. Klöden begründete seine Entscheidung so: "Ausschlaggebend ist vor allem die Tatsache, dass ich mit Fahrern wie Alexander Winokurow und Andrej Kaschetschkin zu einer sehr starken Mannschaft gehe, mit der wir in der kommenden Saison vieles erreichen können." Winokurow startete bis 2005 gemeinsam mit Klöden bei T-Mobile.

Der Vertrag des in der Schweiz lebenden Klöden bei T-Mobile läuft zum Saisonende aus. Der deutsche Meister von 2004 ist seit 1998 Profi und fuhr seitdem für Team Telekom und dessen Nachfolger. Neben dem zweiten Platz hinter Lance Armstrong (USA) bei der Tour de France 2004 war Olympiabronze im Straßenrennen von Sydney 2000 sein größter Erfolg. Bei der diesjährigen Tour de France fuhr Klöden auf Rang drei. Er wird voraussichtlich sogar noch auf Platz zwei vorrücken, sollte dem des Dopings überführten Floyd Landis (USA) der Gesamtsieg aberkannt werden. Kessler, der bei der diesjährigen Frankeich-Rundfahrt eine Etappe gewann, unterschrieb ebenfalls für zwei Jahre bei Astana.

Das spanische Team, dessen Vorgänger Liberty Seguros war, hat allerdings einen schlechten Ruf. Zahlreiche Fahrer sind in den so genannten spanischen Dopingskandal um den Arzt Eufemiano Fuentes verstrickt. Das Versicherungs-Unternehmen Liberty Seguros hatte sich als Sponsor vor der diesjährigen Tour de France zurückgezogen, nachdem der Sportdirektor der Equipe, Manolo Saiz, in Spanien im Zuge einer Dopingrazzia verhaftet worden war. Da zu viele Fahrer wegen Dopingvorwürfen suspendiert worden waren, konnte Astana nicht an der Tour de France 2006 teilnehmen.

Für die 61. Vuelta durch Spanien (26.8. bis 17.9.) hatte die Astana-Mannschaft ebenso wie der ehemalige Landis-Rennstall Phonak erst am Mittwoch die Startgenehmigung erhalten, nachdem die Lizenzen beider Rennställe vom Weltverband UCI bestätigt worden waren. Astanas Team bei der Vuelta führt Winokurow an, dessen deutscher Teamkollege Jörg Jaksche steht dagegen unter Dopingverdacht und darf nicht starten.

all/sid

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