Radsport: Landis will positive Dopingprobe anfechten - DER SPIEGEL
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Radsport Landis will positive Dopingprobe anfechten

Wegen angeblicher Widersprüche in der A- und B-Probe will Tour-de-France-Sieger Floyd Landis gegen seinen positiven Dopingtest vorgehen. Es gebe Widersprüche im Laborbericht, so der Radprofi, der von einem bekannten Landsmann in diesem Schritt bestärkt wurde.
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Doylestown - "Wir werden beantragen, dass der Fall niedergelegt wird", sagte Landis nach Rücksprache mit seinem Anwalt Howard Jacobs. Er habe "von Beginn an gesagt, dass mit dem Test etwas nicht stimmt. Und nachdem wir nun die Unterlagen erhalten haben, ist klar, dass das Labor das Problem ist." Der ehemalige Phonak-Profi war während der diesjährigen Tour de France positiv auf den Gebrauch von Testosteron getestet worden und durch sein Team suspendiert worden, als auch die B-Probe dieses Ergebnis bestätigt hatte.

Bestärkt wurde Landis in seinen Anschuldigungen gegen das Labor in Chatenay-Malabry vom siebenmaligen Toursieger Lance Armstrong. "Es ist wieder das gleiche Labor. Ich habe vor einer Woche mit Lance gesprochen. Das ist keine lustige Situation. Lance kann die ganze Sache gut nachvollziehen." Das besagte Labor stand auch im Zentrum der Doping-Anschuldigungen gegen Armstrong. Dabei waren nachträglich Tests von 1999 entschlüsselt worden, die offenbar den Epo-Gebrauch von Armstrong nachgewiesen hätten. Der Texaner wurde aber vom Radsport-Weltverband UCI von allen Vorwürfen entlastet.

Landis will nun bei der der Nationalen Anti-Doping der USA (Usada) die Niederlegung des Falls beantragen. "Sollte dies abgelehnt werden, gehen wir vor das Usada-Schiedsgericht", so Landis weiter, der bemängelte, dass der Laborbericht erst am vergangenen Freitag eingetroffen war: "Wir konnten fast sechs Wochen nichts machen. Uns wurde nur gesagt, dass der Test positiv war."

goe/sid

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