Radsport LeMond und Armstrong versöhnen sich
Hamburg - "Ich bedauere zutiefst, dass anscheinend einige meiner Bemerkungen aus dem Zusammenhang gerissen waren. Ich bin überzeugt, dass Lance ein großer Champion ist und in keiner Weise jemals verbotene Substanzen eingenommen hat", ließ LeMond in einer schriftlichen Stellungnahme verlauten.
"Seine herausragenden Leistungen sind vielmehr eine Folge des gleichen harten Trainings und der gleichen Verbissenheit wie bei mir vor zehn Jahren", erklärte LeMond, der wie Armstrong die Tour de France dreimal gewinnen konnte.
Zusammenarbeit mit Doping-Mediziner
In einem Interview mit dem US-Magazin "Sports Illustrated" hatte LeMond Anfang August seinen Nachfolger heftig kritisiert. Grund der öffentlichen Attacke war Armstrongs Zusammenarbeit mit dem wegen Dopingvergehens angeklagten Arzt Michele Ferrari aus Italien.
"Ich würde Lance weltweit loben, wenn er sauber ist, aber solange Dr. Ferrari noch vor Gericht steht, werden wir es nicht wissen. Ferrari ist wie ein Krebsgeschwür für den Sport", hatte LeMond erklärt und Armstrong schwer getroffen. "Greg ist ein Held für mich. Ohne ihn wäre ich nicht das, was ich heute bin. Ich bin zutiefst enttäuscht."