Radsport: LeMond will als UCI-Präsident kandidieren - DER SPIEGEL
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Radsport-Weltverband LeMond will als UCI-Präsident kandidieren

Aufstand gegen Pat McQuaid: Greg LeMond will den Iren als Präsident des Radsport-Weltverbandes ablösen. Der dreimalige Gewinner der Tour de France gehört einer Arbeitsgemeinschaft an, die das Doping-Kontrollsystem revolutionieren will.
Ex-Radprofi LeMond: "Jetzt oder nie"
Ex-Radprofi LeMond: "Jetzt oder nie"

Ex-Radprofi LeMond: "Jetzt oder nie"

Foto: imago
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Hamburg - Greg LeMond will Präsident des Radsport-Weltverbandes UCI werden. Der US-Amerikaner kündigte in einem Interview mit der französischen Zeitung "Le Monde" an, für die Wahl im September 2013 kandidieren und so den umstrittenen Pat McQuaid aus dem Amt drängen zu wollen. "Jetzt oder nie ist nach dem Erdbeben der Affäre Armstrong der Moment, etwas zu ändern", sagte LeMond.

Der Ex-Radprofi war der prominenteste Teilnehmer der am Montag in London zu Ende gegangenen ersten Klausurtagung der Arbeitsgemeinschaft "Change Cycling Now". Die Kritiker der herrschenden Radsport-Verhältnisse sind für eine Neuordnung des Doping-Kontrollsystems und drängen auf eine Ablösung McQuaids. Der Ire will 2013 wieder kandidieren. Im Zuge der Ermittlungen der US-Anti-Doping-Agentur Usada war die UCI in Verdacht geraten, positive Dopingproben Armstrongs verschleiert zu haben.

"Wenn wir der Öffentlichkeit und den Sponsoren das Vertrauen in den Radsport zurückgeben wollen, müssen wir jetzt handeln", sagte LeMond, der die Tour de France 1986, 1989 und 1990 gewonnen hatte. Er sähe sich aber eher als möglicher Übergangs-Präsident. LeMond brachte den ehemaligen Chef der Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada), Dick Pound, als eine längerfristige Lösung ins Gespräch.

Nachdem Armstrong seine sieben Tour-Titel wegen Dopings aberkannt bekommen hatte, ist der 51-Jährige nun wieder der einzige US-Amerikaner, der als Sieger der Frankreich-Rundfahrt geführt wird.

ham/sid/dpa