Radsport: Ryder Hesjedal gesteht Doping - DER SPIEGEL
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Radsport Ehemaliger Giro-d'Italia-Gewinner Hesjedal gesteht Doping

Ein weiterer Radsport-Star bekennt sich zu Epo-Doping: Der Kanadier Ryder Hesjedal hat gestanden, im Jahr 2003 "den falschen Weg gewählt" zu haben. Am Montag erscheint ein Buch, in dem der Giro-d'Italia-Gewinner von 2012 beschuldigt wird.
Ryder Hesjedal: "Ich habe den falschen Weg gewählt"
Ryder Hesjedal: "Ich habe den falschen Weg gewählt"

Ryder Hesjedal: "Ich habe den falschen Weg gewählt"

Foto: PHIL NOBLE/ REUTERS
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Hamburg - Am kommenden Montag veröffentlicht der geständige Dopingsünder Michael Rasmussen seine Biografie mit dem Titel "Gelbes Fieber". Darin beschreibt der Däne unter anderem, wie er Ryder Hesjedal im Jahr 2003 in Dopingpraktiken mit Epo einwies. Nun hat der Kanadier selbst Doping gestanden - allerdings nur für den von Rasmussen beschriebenen Zeitraum. "Ich habe diesen Sport geliebt und gelebt. Doch vor mehr als einem Jahrzehnt habe ich den falschen Weg gewählt", wird der frühere Giro-d'Italia-Gewinner Hesjedal in einem Statement seines Radrennstalls Garmin-Sharp zitiert. "Auch wenn der Fehler mehr als zehn Jahre zurückliegt, ändert es nichts daran, dass ich ihn gemacht und damit gelebt habe."

Neben Hesjedal beschuldigt Rasmussen in seinem Buch auch Hesjedals kanadische Landsmänner Seamus McGrath und Chris Sheppard. Alle drei Fahrer waren zu der Zeit als Mountainbiker aktiv. Der kanadische Radsportverband Cycling Canada geht davon aus, dass das Dopingvergehen aufgrund der achtjährigen Verjährungsfrist keine Folgen mehr für Hesjedal hat.

Hesjedal gewann 2012 mit dem Triumph beim Giro als erster Kanadier eine der drei großen Rundfahrten. 2003 hatte er als Mountainbiker WM-Silber im Cross-Country gewonnen. Danach fuhr er 2004 und 2005 an der Seite des inzwischen lebenslang gesperrten Lance Armstrong. 2006 wechselte er zum Schweizer Phonak-Team, das im gleichen Jahr unter anderem durch den Dopingfall Floyd Landis in Verruf geraten war.

luk/dpa/sid