Radsport Salansons Tod bleibt ein Rätsel
Dresden - Der Tod des am Dienstag verstorbenen Radprofis Fabrice Salanson, 23, stand ersten Untersuchungen zur Folge nicht im Zusammenhang mit der Einnahme von Dopingmitteln. Wie die Staatsanwaltschaft Dresden am Mittwoch mitteilte, sind im Körper des Franzosen keine verbotenen Substanzen nachgewiesen worden. "Es wurde keine Verletzungen oder stimulierende Substanzen festgestellt", sagte Sprecher Andreas Ferron.
Man gehe davon aus, dass Salanson eines natürlichen Todes gestorben sei. Allerdings werde das offiziell vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) akkreditierte Dopinglabor in Kreischa in den nächsten drei Tagen Blut, Haare und Urin von Salanson testen. Die Bluttests dienen üblicherweise zum Nachweis der Ausdauerdroge Erythropoietin (Epo).
Tasche mit Medikamenten und Ampulle sichergestellt
Nach Angaben des Renndirektors der Deutschland-Tour, Roland Hofer, ist im Hotelzimmer von Salanson eine Tasche mit Medikamenten und Ampullen sichergestellt worden. Den Beipackzetteln sei jedoch eindeutig zu entnehmen gewesen, dass es sich dabei ausschließlich um Vitamine und Nahrungsergänzungsmittel gehandelt habe. "Wir haben alles überprüft. Es wurden keinerlei verbotenen Substanzen gefunden", sagte Hofer.
Das 23 Jahre alte Talent Salanson vom Team Brioches La Boulangère war am Dienstagmorgen vor dem Start der 27. Deutschland-Tour in seinem Hotelzimmer in Dresden tot aufgefunden worden. Äußere Verletzungen waren nicht festgestellt worden. Die Todeszeit wurde offiziell mit 2.30 Uhr bis 4 Uhr angegeben.
Salanson ist bereits der dritte aktive Radprofi, der in diesem Jahr gestorben ist. Der Italiener Denis Zanette starb im Januar an einer Herzattacke während einer Zahnsteinbehandlung. Andrej Kiwilew aus Kasachstan verunglückte im März tödlich, nachdem er bei der Wettfahrt "Paris-Nizza" nach einem Sturz fatale Kopfverletzungen davongetragen hatte.