Radsport: Savoldelli gewinnt den Giro - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Radsport Savoldelli gewinnt den Giro

Paolo Savoldelli hat den 85. Giro d'Italia gewonnen. Der Italiener ließ auf der letzten Etappe der von etlichen Dopingfällen überschatteten Rundfahrt nichts mehr anbrennen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Mailand - Savoldelli verteidigte das am vergangenen Donnerstag in den Dolomiten eroberte Rosa Trikot des Spitzenreiters am Sonntag erfolgreich. Der 29-Jährige hatte am Ende einen Vorsprung von 1:41 Minuten Vorsprung auf den US-Amerikaner Tyler Hamilton.

Savoldelli sorgte bei der 85. Auflage des Giro d'Italia für den insgesamt 60. italienischen Triumph in der 93-jährigen Geschichte des zweitschwersten Radrennens der Welt. "Wenn man als Kind in Italien aufwächst, träumt man immer vom Giro-Sieg, aber ich hätte nie geglaubt das auch zu schaffen", sagte der Lombarde, der 1999 bereits Gesamtzweiter hinter seinem Landsmann Ivan Gotti geworden war.

Letzte Etappe ging an Cipollini

Die 20. und letzte Etappe über 141 Kilometer von Cantu nach Mailand gewann der Italiener Mario Cipollini. Der Sprintstar sicherte sich damit seinen sechsten Tagessieg bei der diesjährigen Italien-Rundfahrt und den 40. Erfolg beim Giro insgesamt. Trotz seiner Erfolge wird Cipollini nicht bei der Tour de France fahren. Sein Team Acqua e Sapone erhielt keine Einladung.

Auch Jens Heppner, der neun Tage im Rosa Trikot gefahren war, aber später wegen einer Verletzung aufgeben musste, wird nicht an der Frankreich-Rundfahrt teilnehmen. "Den Tour-Start kann ich mir nicht vorstellen, weil ich mich vorher für den Giro entschieden hatte. Wir haben genug gute Leute", sagte der 37-jährige Telekom-Fahrer, den die Teamleitung gerne bei der Tour de France gesehen hätte.

Vier Dopingfälle beim diesjährigen Giro

Überschattet wurde auch die diesjährige Italien-Rundfahrt von etlichen Dopingfällen. Dabei erwischte es ausgerechnet die Italiener Stefano Garzelli und Gilberto Simoni als Gesamtsieger der vergangenen beiden Jahre, wobei Simoni gleich zweimal positiv auf Kokain getestet und von seinem Saeco-Rennstall fristlos entlassen wurde.

Auch der frühere Telekom-Fahrer Roberto Sgambelluri (Italien) und der Russe Faat Zakirow gehörten zu den Dopingsündern. Wegen grober Unsportlichkeit wurde Mitfavorit Francesco Casagrande (Italien) nach einer rüden Attacke gegen einen Kollegen ausgeschlossen.