Radsport Ullrich rollt weiterhin locker mit
Vic - "Ich fange gerade wieder an, im intensiven Bereich zu trainieren. Da darf ich auf keinen Fall überziehen, alles läuft nach Plan", gab sich der Straßen-Olympiasieger, der auf den ersten beiden Etappen 17:23 Minuten verloren hatte, trotz der überzeugenden Vorstellungen seiner Hauptkonkurrenten für die Tour de France ganz ruhig.
Im Gegensatz zu Ullrich, der wie schon bei seinen bisherigen zwei Saisonstarts auch in Katalonien das Rennen zur Tour-Vorbereitung nutzt, probten der US-Amerikaner Lance Armstrong und Marco Pantani aus Italien den Ernstfall und zeigten sich im Vorderfeld.
Der Spanier Aitor Silloniz Aresti gewann dritte Etappe
Der Sieg auf dem dritten Abschnitt der 38. Fernfahrt "Katalanische Woche" ging an den spanischen Radprofi Aitor Silloniz Aresti. Der 24-jährige Baske machte auf dem Teilstück über 173,3 Kilometer von Castello de Empuries nach Vic den zweiten Sieg in seiner dreijährigen Profikarriere mit 6:39 Minuten Vorsprung vor seinem Landsmann Juan Manuel Vazquez perfekt.
Vazquez gewann den Sprint der Verfolger vor den beiden Italienern Denis Zanette und Eddy Mazzoleni. Bester Telekom-Fahrer war Sprinter Erik Zabel (Unna) als Siebter, Ullrich kam als 65. ebenfalls im Hauptfeld an. Udo Bölts (Heltersberg) liegt im Gesamtklassement zeitgleich mit dem Spitzenreiter Zanette auf Rang neun. Noch einen Platz vor ihm rangiert Rabobank-Fahrer Grischa Niermann (Hannover).
"Das wird eine ganz schöne Quälerei"
Am Donnerstag steht mit dem Abschnitt über 161,7 Kilometer von Vic zum Gipfel des Rassos de Peguera die schwerste Etappe auf dem Programm. Das Tagesfinale beginnt in 480 Meter Höhe mit dem 21 Kilometer langen Aufstieg ins 1890 Meter hoch gelegene Ziel. "Das wird eine ganz schöne Quälerei", weiß Ullrich, der die Strecke schon mehrmals gefahren ist.