Radsport: Ullrich will den Giro gewinnen - DER SPIEGEL
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Radsport Ullrich will den Giro gewinnen

Der Giro d'Italia hat es Jan Ullrich angetan. Mit einem Sieg in Italien würde der gebürtige Rostocker zu den ganz großen Champions des Metiers aufsteigen.
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Lucera - Die Tour de France könnte ab 2002 auf Jan Ullrichs Prioritätenliste auf Platz zwei rücken. Sollte im Juli der zweite Sieg in Frankreich glücken, plant der Olympiasieger einen Kurswechsel.

"Ich brauche es nicht, drei- oder viermal die Tour zu gewinnen. Ein Giro-Sieg wäre ein Traum. Das könnte im nächsten Jahr ein großes Ziel sein. Dafür müsste ich mich dann ganz anders vorbereiten", sagte Ullrich am Dienstag im süditalienischen Wallfahrtsort San Giovanni Rotonda.


Der Reiz des Rekordes


Nach den Gelben Trikots der Tour (1997) und der Spanien-Rundfahrt (1999) fehlt Ullrich nur noch das in diesem Jahr noch unerreichbare "Maglia Rosa". Mit einem Dreifach-Erfolg würde der gebürtige Rostocker zu den ganz Großen des Metiers aufschließen: Jacques Anquetil, Felice Gimondi, Eddy Merckx und Bernard Hinault. Einen Giro- und Toursieg in einem Jahr wie zuletzt Miguel Indurain (1992/93) und Marco Pantani (1998) traut sich Ullrich nicht zu: "Ich kann nicht zwei Rundfahrten in einem Jahr gewinnen."

Telekom-Teamchef Rudy Pevenage weiß, dass seinen Schützling der besondere Rekord reizt: "Jan hat seit langem im Kopf, alle drei großen Rundfahrten zu gewinnen. Der Giro fehlt ihm noch." Als PR-Stratege findet auch Ullrich-Manager Wolfgang Strohband Gefallen an der Option: "Siege in allen Rundfahrten - das ließe sich gut vermarkten."