Radsport Wesemann auf Platz drei
Wevelgem - Steffen Wesemann hat am Mittwoch bei Gent-Wevelgem den dritten Platz belegt und ist wie Erik Zabel bestens gerüstet für das dritte Weltcup-Rennen Paris-Roubaix am Ostersonntag. Bei der 63. Austragung des belgischen Halbklassikers über 215 Kilometer war für das Telekom-Duo allerdings mehr drin. Wesemann (Wolmirstedt) musste sich im Spurt einer fünfköpfigen Spitzengruppe dem Lance Armstrong-Teamkollegen George Hincapie (USA) und Leon van Bon (Niederlande) geschlagen geben, nachdem er den Schlussspurt zu früh angezogen hatte. Der Telekom-Kapitän Zabel wurde als schnellster Verfolger Neunter in der Endabrechnung der Generalprobe für Paris-Roubaix.
Eine hochkarätig besetzte Spitzengruppe - 14 Fahrer stark - hatte sich vor den beiden letzten Anstiegen 47 Kilometer vor dem Ziel gebildet. 20 Kilometer vor dem Ziel spielte Telekom die taktische Trumpfkarte aus und schickte Wesemann, am vergangenen Sonntag in Flandern Zwölfter, in einer fünfköpfigen Verfolgergruppe mit. Dahinter konnte sich Zabel bei der Verfolgung zurückhalten und für den möglicherweise entscheidenden Schlussspurt schonen. Doch das Rennen lief anders - die Wesemann-Gruppe kam durch und machte den Sieger unter sich aus.
"Mit etwas mehr Glück hätte Wesemann heute gewonnen. Jetzt konzentrieren wir uns auf Roubaix. Zabel und Wesemann sind in Topform", sagte Telekom- Teamchef Rudy Pevenage nach dem Rennen, das noch nie ein Deutscher gewinnen konnte.