Radsport Zabel beendet seine Karriere
Hamburg - Am Freitag hat Erik Zabel im italienischen Varese seinen Rücktritt bekanntgegeben. "Ich hatte in diesem Jahr viel Spaß am Radsport und konnte auf Augenhöhe mit der internationalen Konkurrenz fahren. Ich weiß nicht, ob das in einer weiteren Saison noch möglich wäre und denke, dass dies daher der richtige Moment ist, um aufzuhören", sagte Zabel.
Sein letztes Rennen in Deutschland wird er am 3. Oktober in Münster fahren, sagte ein Sprecher seines Milram-Teams. Seinen letzten WM-Auftritt wird der zweimalige Vizeweltmeister am Sonntag in Varese haben. Nach Siegen ist der 38-Jährige der erfolgreichste noch aktive Radprofi. Vor dem Wechsel zu Team Milram fuhr Zabel zwölf Jahre für Team Telekom. Im Vorjahr gestand Zabel, bei der Tour 1996 mit Epo gedopt zu haben. Da sein Vergehen zu diesem Zeitpunkt bereits verjährt war, erhielt er keine Bestrafung.
"Ich möchte mich bei allen Kollegen, Funktionären und Menschen bedanken, mit denen ich viele schöne Momente im Radsport erlebt habe. Nicht zuletzt beim Team Milram, bei dem ich auch in schwierigeren Zeiten Rückhalt und Unterstützung erfahren habe", so Zabel. Milram-Teamchef Gery van Gerwen bedauerte den Verlust: "Mit Erik Zabel verliert nicht nur das Team Milram, sondern der gesamte Profi-Sport einen bedeutenden Athleten. Gleichzeitig hoffen wir, dass er dem Profi-Radsport, in welcher Funktion auch immer, erhalten bleibt."
In seiner 16-jährigen Karriere gewann der Sprintspezialist mehr als 200 Rennen, darunter zwölf Tour-de-France-Etappen. Das grüne Trikot des besten Sprinters konnte er bei der Frankreich-Rundfahrt von 1996 bis 2001 sechsmal in Folge für sich entscheiden und ist damit immer noch der Rekordhalter in der Tour-Punktewertung. Außerdem gewann er viermal den ersten Frühjahrsklassiker Mailand-San Remo.
met/dpa/sid