Rallye Dakar Attiyah gewinnt zweite Etappe
Titelverteidiger Nasser Al-Attiyah: Sieger auf der zweiten Etappe
Foto: Vicente Robles/ dpaHamburg - Titelverteidiger Nasser Al-Attiyah hat die zweite Etappe der Rallye Dakar in Argentinien gewonnen. Der von Platz zwölf gestartete Hummer-Pilot aus Katar unterbot die vorherige Bestzeit von Rekordsieger Stéphane Peterhansel aus Frankreich. Dritter wurde der Amerikaner Robby Gordon (Hummer/2:42 Minuten zurück). Auftaktsieger Leonid Nowizki aus Russland und sein Münchner Beifahrer Andreas Schulz hatten nach 777 Kilometern von Santa Rosa de la Pampa nach San Rafael großen Rückstand auf Al-Attiyah und verloren die Gesamtführung. Bei den Motorrädern setzte sich der Spanier Marc Coma an die Spitze der Gesamtwertung. In der Gesamtwertung hat Peterhansel nun einen Vorsprung von 2:28 Minuten auf Gordon.
Am Rande der zweiten Etappe erschütterte eine erneute Todesnachricht die Rallye Dakar. Wie erst am Montag bekannt wurde, stürzte am Sonntag nur 40 Kilometer von der Unfallstelle des tödlich verunglückten Motorradpiloten Jorge Martínez Boero entfernt ein Flugzeug mit seinem 37 Jahre alten Piloten und dessen elfjährigem Sohn an Bord ab. Beide kamen ums Leben. Wie die argentinische Nachrichtenagentur DyN berichtete, sollen sie die Rallye zuvor aus der Luft verfolgt haben. Der Absturz des Ultraleichtflugzeugs stand aber darüber hinaus in keinem Zusammenhang mit dem Renngeschehen.
Am Tag nach dem tödlichen Unfall von Boero mussten seine Motorrad-Kollegen als Erste auf die Strecke. "Wir wissen, dass in unserem Fall ein Fehler mit dem Schlimmsten enden kann", sagte Boeros Landsmann Javier Pizzolito laut argentinischer Medien. Er hatte es am tragischen Neujahrstag als erster Argentinier in der Motorrad-Wertung als Dritter bis aufs Podest geschafft.
Zusammenprall mit Kuh, Lastwagen überrollt Motorrad
In einen kuriosen Unfall auf der zweiten Etappe war Motorrad-Pilot Bruno Da Costa aus Frankreich verwickelt. Er kolidierte mit einer Kuh und wurde von einem Hubschrauber nach San Rafael in der Provinz Mendoza geflogen. Er befinde sich nicht in Lebensgefahr, meldete der Rundfunksender Radio Rivadavia. Der frontale Zusammenstoß der Yamaha Da Costas mit der Kuh ereignete sich bei Kilometer 188 der Sonderprüfung auf der zweiten Etappe der 33. Rallye Dakar von Santa Rosa nach San Rafael. Sein Motorrad ging nach der Kollision in Flammen auf. Über den Zustand der Kuh wurde nicht weiter berichtet. Kurz vorher hatte auch der peruanische Motorradfahrer Manuel Jamett aufgegeben, nachdem er sich bei einem Sturz mehrere Zehen brach.
Ein weiterer Teilnehmer des Motorrad-Rennens, Mariano Lorenzetti, verlor sein Fahrzeug, als es von einem ebenfalls an der Rallye teilnehmenden Lastwagen überrollt wurde. Lorenzetti hatte nach einer Panne sein KTM-Motorrad am Wegrand stehen gelassen. Der Argentinier, der keine Verletzungen erlitt, hatte vor dem Start erklärt, er habe sein Appartement verkauft, um an dem Offroad-Rennen teilnehmen zu können.