Rallye Dakar: Kleinschmidt muss aufgeben - DER SPIEGEL
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Rallye Dakar Kleinschmidt muss aufgeben

Aus der Traum von Jutta Kleinschmidt, die Wüsten-Rallye Dakar in diesem Jahr erneut zu gewinnen: Die VW-Pilotin schied heute aus, nachdem sie mit Karacho in ein Erdloch gerauscht war.
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Bamako - Kleinschmidt musste nach einem Unfall auf der 11. Etappe aufgeben. Ihr Malheur passierte bereits kurz nach dem Start der 231 Kilometer langen Etappe. "Das ist wirklich sehr bitter, ich bin unheimlich traurig über das Ausscheiden. Ich wäre so gern in Dakar angekommen", sagte Kleinschmidt. Zum Zeitpunkt ihres Ausfalls belegte sie mit ihrem VW Race-Touraeg Platz fünf in der Gesamtwertung. Zu dem Unfall sei es gekommen, weil es ihr das Lenkrad verschlagen habe, als sie mit ihrem Auto durch ein Erdloch gefahren sei. Dadurch sei sie von der Strecke abgekommen und auf einen Baumstumpf geraten, berichtete Kleinschmidt, die 2001 als bislang einzige Frau die Rallye Dakar gewinnen konnte.

Zunächst wollte sie das Aus nicht wahrhaben. "Ich dachte, dass nur die Felge kaputt ist und es gleich wieder weitergeht", sagte Kleinschmidt. Doch nach kurzer Zeit hatte sie die Gewissheit: "Die Radaufhängung ist so schwer beschädigt worden, dass sie nicht vor Ort repariert werden kann." Als dann der Race Truck kam, stand schnell fest: "Es hat keinen Sinn mehr - aus und vorbei."

Dennoch gab es für Volkswagen auf dem 231 Kilometer langen Teilstück von Kayes nach Bamako in Mali Grund zur Freude, denn Giniel de Villiers (Südafrika) und Bruno Saby (Frankreich) sorgten für einen Doppelerfolg des Wolfsburger Automobilkonzerns. Das VW-Team dürfte aber keine Chance mehr auf den Gesamtsieg haben, auch wenn de Villiers als Gesamtdritter den Rückstand auf das führende Mitsubishi-Duo Stéphane Peterhansel und Luc Alphand (beide Frankreich) am Mittwoch verkürzte.

Peterhansel, der nach seinen Siegen 2004 und 2005 dem Hattrick entgegenfährt, verlor wegen eines Navigationsfehlers auf dem 11. Etappenplatz 20:58 Minuten auf den siegreichen VW-Piloten. In der Gesamtwertung führt der Franzose jetzt mit einem Vorsprung von 25:09 Minuten vor Alphand, der in Bamako als Dritter ins Ziel kam. De Villier liegt immer noch 42:19 Minuten hinter Peterhansel auf Rang drei zurück.

Motorradfahrer Coma baut Führung aus

Bei den Motorradfahrern vergrößerte der spanische KTM-Fahrer Marc Coma seinen Vorsprung auf seinen Markenkollegen und Vorjahressieger Cyril Despres auf 34:24 Minuten. Dritter der 11. Etappe mit einem Rückstand von bereits 1:07:01 Stunden blieb der Italiener Giovanni Sala (KTM).

Der auf Rang sieben rangierende Franzose Alain Duclos (KTM) erzielte seinen ersten Tagessieg bei der Rallye Dakar. Im Gedenken an den am Montag tödlich verunglückten Australier Andy Caldecott (KTM) war am Dienstag auf eine sportliche Wertung der 10. Etappe verzichtet worden.

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