Rallye Dakar Schwarzer Tag für VW
Nema - Auf der neunten Etappe blieb der bisherige Spitzenreiter Giniel de Villiers (Volkswagen) aus Südafrika zunächst mit einem Motorschaden liegen und musste mit dem Racetruck ins Ziel geschleppt werden. Entgegen ersten Berichten aus Mauretanien brannte der Motor jedoch nicht. Anschließend fiel auch noch der Portugiese Carlos Sainz wegen einer Reparatur am Motor des VW Race Touareg auf den 494 Kilometern von Tichit nach Nema weit zurück.
"Dieser doppelte Rückschlag ist nach den bisher starken Leistungen mit sechs Etappensiegen eine herbe Enttäuschung. Unser Traum vom Sieg wurde heute leider im Wüstensand begraben", sagte VW-Motorsport- Direktor Kris Nissen. Bei de Villiers habe sich laut Nissen austretendes Motoröl "am heißen Turbolader entzündet. Die Flammen wurden sofort mit dem Bordfeuerlöscher erstickt". Bei Sainz starb der Motor plötzlich ab und sprang vermutlich auf Grund eines elektrischen Defektes nicht mehr an.
Die Führung im Gesamtklassement übernahm Mitsubishi-Pilot Stephane Peterhansel, der heute nach 5:45,02 Stunden mit 13 Minuten Rückstand hinter den Franzosen Jean-Louis Schlesser im Buggy-Eigenbau und Vorjahressieger Luc Alphand (Mitsubishi) Platz drei belegte. Peterhansels Vorsprung im Gesamtklassement beträgt 7:50 Minuten auf Alphand.
Jutta Kleinschmidt fuhr im BMW X3 des privaten X-Raid-Teams als Achte ihr bestes Tagesergebnis der diesjährigen Rallye heraus. In der Gesamtwertung rückte sie auf Platz 15 vor. "Wir sind total happy, endlich ohne Probleme durchgekommen zu sein. Zu Beginn hingen wir im dichten Staub hinter fünf Trucks fest, die wir erst nach 60 Kilometern überholen konnten. Auf der danach schnellen Piste lief es für uns dann richtig gut", sagte Kleinschmidt.
all/sid/dpa