Rallye Dakar Tödlicher Unfall in der Wüste
Hamburg - Der 29-jährige Elmar Symons erlag heute auf der vierten Etappe zwischen Er Rachidia und Quarzazate in Marokko den Verletzungen, die er sich bei einem Sturz mit seiner KTM bei Kilometer 142 des Abschnittes zugezogen hatte. Die näheren Umstände des Unfalls wurden zunächst nicht bekannt. "Heute um 9.16 Uhr erreichte die Rennleitung ein Alarm von der Piste", teilte ein Rallyesprecher mit: "Als ein Helikopter acht Minuten später an der Unfallstelle eintraf, konnten die Mediziner nur noch den Tod feststellen."
Der französische Rallye-Direktor Etienne Lavigne ergänzte: "Den Unfallhergang und auch die Todesursache kennen wir noch nicht. Der Unfall passierte in einer Passage, die von uns als gefährlich bezeichnet war. Es war eine sehr schwierige Sandpiste."
Für Jutta Kleinschmidt hielt auch am vierten Tag ihrer 17. Dakar-Teilnahme die Pechsträhne an. Auf den Elektrikschaden nach dem Start am Samstag und dem kurzen Feuer gestern wurde die Aufholjagd der Dakar-Siegerin von 2001 wegen eines Antriebsproblems am privat eingesetzten BMW X des hessischen Quandt- Teams in der marokkanischen Wüste erneut gestoppt.
Die 44-Jährige, bis dahin auf dem 23. Gesamtrang liegend, markierte am zweiten Kontrollpunkt bei Kilometer 309 der 405 Kilometer langen Entscheidung noch die zehntbeste Tagezeit, blieb aber wenig später eineinhalb Stunden liegen. Auf dem 25. Gesamtplatz zurückgefallen, wuchs ihr Rückstand auf inzwischen 2:23:27 Stunden an.
An der Spitze hat Volkswagen seine Dreifach-Führung verteidigt. Der zweifache spanische Rallye-Weltmeister Carlos Sainz baute seine Spitzenposition mit der zweitbesten Zeit hinter dem monegassischen Buggy-Piloten Jean-Louis Schlesser, Dakar-Sieger von 1999 und 2000, aus. Sainz führt nun mit 1:55 Minuten Vorsprung auf seinem südafrikanischen Race-Touareg-Partner Giniel de Villiers. Den dritten Platz mit einem Rückstand von 7:20 Minuten behauptete der Portugiese Carlos Sousa im Kunden-VW vor dem besten Pajero des Seriensiegers Mitsubishi mit dem Spanier Juan Roma auf dem vierten Rang (Rückstand: 11:44 Minuten).
In der Motorrad-Wertung haben die KTM-Piloten ihre gewohnte Vorherrschaft weiter ausgebaut. Acht Piloten des österreichischen Motorradherstellers sind am vierten Dakar-Tag unter den besten Zehn, davon sieben auf den ersten Plätzen. Der spanische Vorjahressieger Marc Coma hat zu seiner letztjährigen Stärke zurückgefunden und mit seinem zweiten Tagessieg hintereinander erstmals die Führung übernommen. Er verdrängte seinen gestern führenden Landsmann Isidre Esteve Pujol um 11:50 Minuten auf den zweiten Platz. Seinen dritten Platz mit einem Rückstand von bereits 24:20 Minuten behauptete der Franzose David Casteu.
all/dpa/ap