Rallye Dakar VW dominiert, Kleinschmidt im Pech
Portimao - Ein gestürzter Motorradfahrer brachte Kleinschmidt, Rallye-Siegerin von 2001, damals im Mitsubishi, ins Straucheln. Sie musste mit ihrem BMW X3 nach 70 Kilometern eine Vollbremsung hinlegen. Dabei ging der Motor aus und sprang durch ein Problem mit der Batterie nicht mehr an. Die Reparatur kostete Kleinschmidt und ihre schwedischen Co-Pilotin Tina Thorner eine knappe halbe Stunde auf Überraschungssieger Carlos Sousa. Kleinschmidt bleibt trotz ihres Pechs "weiterhin optimistisch. Das Rennen ist noch sehr lang." Die 44-jährige Kölnerin liegt mit einer Zeit von 1:48:27 Stunden allerdings nicht unter den Top 40.
Carlos Sousa im VW Race Touareg 2 aus dem Lagos Team führt nach den ersten 117 Wertungs-Kilometern in 1:20:38 Stunden vor vier weiteren Volkswagen. VW-Werksfahrer Giniel de Villiers (Südafrika/1:23:09), der im Vorjahr Gesamt-Zweiter wurde, liegt vor den zeitgleich Drittplatzierten Carlos Sainz (Spanien) und Ari Vatanen (Finnland) in 1:23:16.
Bester Pilot von Seriensieger Mitsubishi war der Spanier Joan-Nani Roma, der im Pajero mit 4:53 Minuten Rückstand hinter dem französischen BMW-Piloten Guerlain Chicherit auf Rang sieben einkam. Vorjahressieger Luc Alphand aus Frankreich musste sich im Misubishi mit einem Rückstand von 10:51 Minuten mit dem 17. Platz zufrieden geben.
Auch bei den Motorrädern triumphierte ein Portugiese. Mit einem Vorsprung von 16 Sekunden auf seinen Landsmann und Yamaha-Kollegen Helder Rodrigues sicherte sich Ruben Faria den Tagessieg. Die bisher sieggewohnten KTM- Piloten mussten sich auf der ersten Entscheidung klar geschlagen geben. Bester KTM-Fahrer wurde der Franzose David Casteu, der aber 4:47 Minuten zurücklag. Der spanische Vorjahressieger Marc Coma kam auf seiner KTM mit einem Rückstand von bereits 7:42 Minuten auf Rang 13 ins Ziel der ersten Prüfung. Die zweite Etappe der Rallye führt morgen von Portimao über 545 Kilometer ins spanische Malaga.
pav/sid/dpa