Rassismus: Hawks-Manager Ferry legt Amt nieder - DER SPIEGEL
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Rassistische Aussagen Hawks-Manager Ferry legt Amt nieder

Der Rassismus-Skandal rund um die Atlanta Hawks zieht die nächsten Konsequenzen nach sich: General Manager Danny Ferry wird sein Amt vorerst nicht mehr ausüben. Er hatte sich abfällig über einen Spieler geäußert.
Ex-Hawks-Manager Ferry: Rücktritt nach Rassismus-Skandal
Ex-Hawks-Manager Ferry: Rücktritt nach Rassismus-Skandal

Ex-Hawks-Manager Ferry: Rücktritt nach Rassismus-Skandal

Foto: REUTERS
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Hamburg - Der General Manager des NBA-Klubs Atlanta Hawks, Danny Ferry, hat sein Amt auf unbestimmte Zeit niedergelegt. Vor wenigen Tagen war er wegen rassistischer Aussagen bereits von seinem Verein bestraft worden. Headcoach Mike Büdenhölzer wird mit sofortiger Wirkung Ferrys Aufgaben zusätzlich zu seinen eigenen übernehmen.

"Danny Ferry hat mich gebeten, auf unbestimmte Zeit seinen Posten niederlegen zu dürfen. Das war eine sehr schwere Zeit für ihn und seine Familie, und ich hoffe, dass er aus seinen Fehlern lernen wird", heißt es in einer Erklärung von Hawks-Geschäftsführer Steve Koonin.

Ferry hatte während einer Telefonkonferenz über mögliche Verstärkungen des Teams aus einem Scouting-Bericht zitiert. Darin ging es um den im Sudan geborenen Briten Luol Deng. "In ihm steckt ein kleiner Afrikaner. Nicht im schlechten Sinne, aber er ist wie der Typ, der vorn einen schönen Laden betreibt, aber im Hinterzimmer gefälschte Ware verkauft", soll Ferry gesagt haben: "Er ist ein Betrüger und Lügner mit zwei Gesichtern." Ferry hatte sich anschließend für seine Bemerkungen entschuldigt.

Erst vor wenigen Tagen hatte Ligaboss Adam Silver am Rande der WM in Spanien noch versichert, man wolle Ferry wegen seiner Kommentare nicht entlassen.

Am vergangenen Wochenende war bereits bekannt geworden, dass Bruce Levenson, Mehrheitseigentümer der Atlanta Hawks, seinen Vereinsanteil wegen rassistischer Aussagen in einer E-Mail verkaufen werde. Erst die Untersuchung dieser rassistischen Äußerungen Ferrys hatte die zwei Jahre alte E-Mail von Bruce Levenson zutage befördert.

Im August waren die Los Angeles Clippers verkauft worden, nachdem der frühere Besitzer Donald Sterling wegen rassistischer Äußerungen lebenslang aus der NBA verbannt worden war. Sterling hatte sich gerichtlich gegen den Ausschluss und den Verkauf gewehrt, den Prozess aber verloren. Der frühere Microsoft-Chef Steve Ballmer zahlte zwei Milliarden Dollar für den Klub.