Reaktionen "Das ist eine Katastrophe"
Andy Rihs (Schweiz/Phonak-Manager): "Landis wird sich nun den Konsequenzen stellen müssen. Es ist jetzt seine persönliche Sache, das Phonak-Team ist nicht länger darin verwickelt."
Bert Grabsch (Phonak-Profi): "Das ist eine Katastrophe und eine Riesenenttäuschung für mich und das ganze Team. Nach sechs Jahren Phonak werde ich daraus nun meine Konseqenzen ziehen."
Mario Kummer (Sportdirektor T-Mobile Team): "Es ist bitter, dass sich ausgerechnet der Tour-Sieger nicht an die Regeln hält. Dass Andreas Klöden nun auf den zweiten Platz vorrückt, kann T-Mobile nur bedingt freuen."
Hans-Michael Holczer (Teamchef Gerolsteiner): "Es war zu erwarten, dass auch die B-Probe positiv ist. Der Imageverlust, vor allem aber der Vertrauensverlust in den Radsport, ist immens. Wir sind jetzt alle gefordert, wir müssen nun alle handeln. Ich sehe aber sehr viel Aktivitäten. Ich glaube, dass sich etwas tun wird."
Christophe Prudhomme (Tour-de-France-Direktor): "Ich bin nicht überrascht. Wir müssen gegen Doping kämpfen. Wir können nicht tolerieren, dass das Gelbe Trikot beschmutzt wird."
Thomas Bach (IOC-Vize und DOSB-Präsident): "Der Fall Landis ist ein Musterbeispiel dafür, dass der Sport selbst am schnellsten, härtesten und damit wirkungsvollsten gegen überführte Athleten vorgehen kann. Landis kann nun sofort suspendiert und in der Folge des Verfahrens für zwei Jahre gesperrt werden, ohne dass seine Ausreden dies verhindern. Genau dies ist die Linie, die wir im Internationalen Olympischen Komitee und im deutschen Sport vertreten und wollen. Würde man allein auf staatliche Gesetze setzen, könnten vor ordentlichen Gerichten Monate und Jahre vergehen, ehe Dopingsünder aus dem Verkehr gezogen wären."
sid