Reaktionen: "Eine magische Nacht!" - DER SPIEGEL
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Reaktionen "Eine magische Nacht!"

Teilnehmer wie Zuschauer haben sich positiv über die Eröffnungsfeier der olympischen Winterspiele von Salt Lake City geäußert.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Jacques Rogge

(IOC-Präsident): "Fantastisch. Es war eine wundervolle Würdigung des amerikanischen Westens und der olympischen Werte. Die Mischung aus Farbe, Licht und Gefühlen wird ganz sicher den Geist der Einigkeit rund um die Welt entfachen."


Thomas Bach (IOC-Vizepräsident): "Es war eine grandiose Eröffnungsfeier, die den Athleten sehr in den Mittelpunkt gestellt hat. Alle Nationen wurden mit gleicher Freundlichkeit begrüßt. Die stilvolle Feier war ein verheißungsvoller Auftakt für die Winterspiele. Die Veränderung der Eröffnungsformel durch Präsident Bush sollte man nicht überbewerten. Sie sollte aber auch kein Beispiel für die Zukunft sein."


Walther Tröger (NOK-Präsident): "Ich habe wegen des Einmarschs zwar nur den zweiten Teil gesehen. Doch die Feier war in vielen Phasen beeindruckend. Die deutsche Mannschaft war begeistert. Ich halte es nicht für gut, dass sich Präsident Bush nicht an die Eröffnungsformel gehalten hat. Er nimmt an der Feier nicht aus eigenem Recht teil, sondern er tut es auf Einladung einer Organisation und muss sich, wenn er die Einladung annimmt, deren Regeln fügen. Es sei denn, er hat vorher die Zustimmung bekommen."


Bundesinnenminister Otto Schily: "Schon von den Zuschauern war das eine große sportliche Leistung zum Auftakt der Spiele. Denn es ist kalt in Salt Lake City. Doch die Amerikaner haben der olympischen Welt einen warmen und spektakulären Empfang geboten. Es war eine schöne Inszenierung und Show, aber ab morgen dreht sich alles nur noch um die Sportler. Ich freue mich auf faire und interessante Wettkämpfe."


Sylke Otto (Rodel-Weltmeisterin): "Eine unerwartet fröhliche Eröffnung, die dennoch alles bot, was man von den Amerikanern erwarten konnte. Ich bin froh, dass alles so friedlich abgelaufen ist."


Monique Garbrecht-Enfeldt (Ex-Sprintweltmeisterin Eisschnelllauf): "Ich wäre unheimlich gern einmarschiert, aber der Aufwand ist einfach zu groß: Drei Stunden vor Beginn hätten wir uns treffen müssen, dann die drei Stunden Veranstaltung und noch zwei Stunden für die Rückfahrt - das ist einfach zu viel."


Markus Wasmeier (Ski-Olympiasieger): "Es war für die Sportler ein unwahrscheinlich schönes Erlebnis. Es war schön, dass alles sehr, sehr gedämpft war."


Mark Kirchner (Biathlon-Olympiasieger): "Mir hat am besten die Geschichte gefallen, die über Utah erzählt wurde. Aber im Fernsehen kam die Stimmung nicht so rüber wie im Stadion."


Picabo Street (Ski-Olympiasiegerin und Fackelträgerin): "Ich bin so glücklich, dass ich das Comeback gemacht habe. Alleine diese Feier heute war es wert."


Gunda Niemann-Stirnemann (dreimalige Olympiasiegerin): "Die Eröffnungszeremonie hat mir ausgezeichnet gefallen. Besonders hat mich gefreut, dass so viele Passagen auf Eis stattgefunden haben. Die Einbindung der Eisfläche ist glänzend gelungen."


Günter Schumacher (Sportdirektor des Eisschnelllauf-Verbandes): "Das war eine ideale Mischung aus Sport und Show. Die traditionellen Elemente mit den Indianern und Cowboys gehörten einfach dazu, und auch die Erinnerung an den 11. September war gut so."

Reinhard Heß (Skisprung-Bundestrainer): "Ich war äußerst positiv überrascht, weil ich von den Amerikanern etwas anderes erwartet hätte, nämlich viel gekünstelter und pompöser. Ich fand das toll. Die deutschen Athleten waren guter Stimmung, und da habe ich dann natürlich auch mitgemacht."

Dorothy Hamill (Eiskunstlauf-Olympiasiegerin von 1976): "Dies war eine magische Nacht!"


Scott Hamilton (Eiskunstlauf-Olympiasieger von 1984): "Es war der größte und glücklichste Moment in meinem Leben."


Franz Reindl (Teamchef der Eishockeymannschaften): "Es war einmalig, unglaublich! Zum siebten Mal war ich dabei. Es war die gewaltigste und perfekteste Eröffnung, die ich gesehen habe."


Hilde Gerg (Fahnenträgerin): "Es war ein unheimliches Gefühl, der deutschen Mannschaft vorangehen zu dürfen. Es hat mich für manchen Schmerz belohnt. Leider ging alles so schnell. Ich hätte die Fahne gerne noch länger getragen, nicht nur, weil sie ganz leicht war."


Klaus Kotter (Stellvertretender Chef de Mission): "Noch nie habe ich eine so schöne Eröffnungsfeier gesehen. Ich fand es riesig, dass Präsident Bush sich zu seinen amerikanischen Athleten setzte."


Maren Valenti (Eishockey-Olympia-Debütantin): "Fantastisch! Das Publikum, die Darbietungen, vor allem auf dem Eis. Ich spürte, wie in meinem Rücken das Feuer hoch kroch und hätte beinahe feuchte Augen bekommen."


Kati Winkler (Eistänzerin): "Ganz toll. Das hatte ich von den Amerikanern nicht erwartet. Und dann so viele Eiskunstläufer, die ich alle gekannt habe."


Stefanie Teeuwen (Aktivensprecherin): "Das war ein Gänsehauterlebnis, wie ich es noch nie erlebt habe. Eine Show der Superlative, Superorganisation und Superstimmung."


Wolfgang Hoppe (Bundestrainer der Bob-Frauen): "Klasse, wie die Amerikaner die Geschichte ihres Landes - speziell der Indianer und Cowboys - dargestellt haben. Überhaupt nicht kitschig, wie man sich eine amerikanische Eröffnungsshow vielleicht vorstellt."


Martina Ertl (Ski-Weltmeisterin): "Einfach super! Unvergessen bleiben aber auch die Eröffnungsfeiern von Albertville und Lillehammer."


Gail Halvorsen (Träger des Namensschildes Germany, Utah, 81 Jahre): "Als ehemaliger Air-Force-Pilot mit 126 Flügen während der Berliner Luftbrücke habe ich heute in dieser deutschen Mannschaft, den gleichen Spirit und Optimismus gespürt, wie seinerzeit bei den Berlinern."