Reaktionen: "Einer der wenigen Jahrhundert-Helden" - DER SPIEGEL
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Reaktionen "Einer der wenigen Jahrhundert-Helden"

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Horst Köhler (Bundespräsident):

"Max Schmeling war ein großer Sportler und ein großer Mensch. Sein Tod macht mich traurig. Er war ein großes Vorbild im Sport und in seiner menschlichen Ausrichtung. Schmeling ging auf Menschen zu und war Optimist."

Gerhard Schröder (Bundeskanzler): "Schmeling zeichnete sich durch Fairness, Bescheidenheit und Untadeligkeit aus. Er war frei von Allüren. Mir wird der Sportler und Mensch Schmeling unvergessen bleiben. Er war ein Star und doch ist ihm der Ruhm nicht zu Kopf gestiegen. Schmeling war weit über die Grenzen Deutschlands als Mensch und Privatmann hoch geschätzt und geachtet."

Otto Schily (Bundesinnenminister): "Max Schmeling hat ein biblisches Alter erreicht. Sein Tod ist ein sehr schmerzlicher Verlust, zumal er gerade am Samstag beim Ball des Sports in Frankfurt mit der Goldenen Sportpyramide ausgezeichnet werden sollte. Schmeling war eine große sportliche Persönlichkeit, die sich durch Fairness und großes sportliches Können ausgezeichnet hat. Schmeling hat den Boxsport in Deutschland dadurch sehr populär gemacht", sagte Schily im N24-Interview.

Ministerpräsident Edmund Stoiber (Bayern): "Er ist und bleibt der Inbegriff des fairen Sportlers in Deutschland: erfolgreich, sympathisch und bescheiden. Mit Max Schmeling verliert unser Land einen echten Champion, der immer für sauberen Sport gestanden hat."

Franz Müntefering (SPD-Vorsitzender): «Max Schmeling war ein Jahrhundertsportler, der für viele aktive Boxer und Sportler überhaupt auch heute noch Vorbild ist. Sein sportlicher Ehrgeiz, seine Fairness und seine menschliche Integrität haben ihn zu einem der bekanntesten und beliebtesten Sportler des letzten Jahrhunderts gemacht. Seine großen sportlichen Erfolge machten ihn nicht überheblich, er blieb immer der geradlinige und bescheidene Max Schmeling, der er war. Viele Menschen verehrten ihn auch deswegen."

Angela Merkel (CDU-Vorsitzende): "Max Schmeling war nicht nur ein außergewöhnlicher Sportler sondern auch ein mutiger deutscher Patriot. Er ist trotz aller internationaler Erfolge ein bescheidener Mensch geblieben, der einen sensiblen Blick für diejenigen Menschen in unserer Gesellschaft hatte, die vom Leben in irgendeiner Weise benachteiligt worden waren."

Oberbürgermeister Ole von Beust (Hamburg): "Hamburg trauert um Max Schmeling. Seine Erfolge als Boxweltmeister im Schwergewicht, sein internationales Ansehen als Sportler, ja Idol, sind unvergessen. Bis zu seinem Tod war er untadeliges sportliches und menschliches Vorbild, weltweit geliebt und verehrt. Er war der populärste deutsche Sportler aller Zeiten. Und sein Ruhm verblasste nicht: weil er so einzigartig war und doch so normal, weil er zu aufrecht war für jede Art von Verherrlichung und doch seinen Erfolg genoss, weil er ein 'hamburgischer Lausbub' war - wie er selbst einmal sagte - und zugleich ein Mann von Welt."

Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (Berlin): "Mit ihm haben wir einen großen Sportler verloren, der seine einzigartige Popularität weit über die Grenzen Deutschlands hinaus vor allem seiner von Fairness und Bescheidenheit geprägten Lebenshaltung verdankt."

Klaus Steinbach (Präsident des Nationalen Olympischen Komitees): "Mit ihm verlieren wir eine der ganz großen, wenn nicht die größte Sportführungsfigur, was den Vorbildcharakter anlangt. Er war einer der ganz wenigen Jahrhundert-Helden, die gerade zum deutschen olympischen Sport eine enge Bindung hatten. Wir sind ihm sehr dankbar, nicht nur für seine finanziellen Zuwendungen. Er hat den Nachwuchssport auf seine ganz besondere Weise gefördert."

Manfred von Richthofen (Präsident des Deutschen Sportbundes): "Mit Max Schmeling verliert der deutsche Sport sein ältestes Idol, das als Symbol für Leistung, Sportsgeist, Fair Play, Ehrlichkeit und Zielstrebigkeit galt. Schmeling genoss noch in hohem Alter Anerkennung, weil er es verstand, auch nach seiner sportlichen Laufbahn als Sympathieträger aufzutreten und gerade jungen Menschen die sozialen Werte des Sports zu vermitteln."

Walther Tröger (NOK-Ehrenpräsident): "Max Schmeling gehört zu den Unsterblichen und wird immer seinen Platz im Herzen des deutschen Sports haben. Viele Jahre lang hat er über seine Verbindung mit Coca Cola dem NOK oft geholfen, und die Stiftung Deutscher Sporthilfe verliert mit ihm einen ihrer treuesten Begleiter und Förderer."

Witali Klitschko (Schwergewichtsweltmeister): "Mein Bruder Wladimir und ich haben einen engen Freund verloren. Wir sind sehr betroffen. Max Schmeling war für uns ein Mentor, der uns immer wieder Ratschläge und wertvolle Tipps gegeben hat. Er war immer ein Vorbild für uns, auch wegen seiner Arbeit außerhalb des Rings, insbesondere seiner Wohltätigkeitsarbeit."

Michael Schumacher: "Selbst wenn ich ihn nie kennengelernt habe, habe ich sein Leben aus der Ferne wahrscheinlich genauso beobachtet wie jeder andere Sportfan. Er war mit Sicherheit eine der ganz großen Sportlerpersönlichkeiten und ein Mann mit festen Prinzipien. Er fehlt jetzt schon."

Manfred Wolke (Ex-Trainer von Henry Maske und Axel Schulz): "Mit Max Schmeling hat einer der ganz Großen die Bühne des Lebens verlassen. Er war ein großer Sportler aus dem Volk, der von ganz unten nach ganz oben gekommen ist. Ich weiß aus Gesprächen, dass er gerne 100 Jahre alt geworden wäre. Schade, dass er das nicht geschafft hat."

Fritz Sdunek (Box-Trainer): "Ich bin sehr traurig über den Tod von Max Schmeling. Der deutsche Boxsport, der Sport auf der ganzen Welt hat eine der herausragendsten Persönlichkeiten verloren. Schmeling war ein Idol für alle, die im Boxen hart arbeiten, sich fair verhalten und außerhalb des Ringes ein Vorbild sind. Ich habe Schmeling mehrfach getroffen, er ist geistig und für sein Alter auch körperlich noch ganz fit gewesen."

Axel Schulz: "Er war ein Riesen-Aushängeschild für Deutschland, eine große Persönlichkeit. Was mich schwer beeindruckt hat, war, dass er sehr sportinteressiert war. Er wusste alles über mich und hat mir das Gefühl gegeben, wichtig zu sein. Er hat mir vor dem Kampf gegen George Foreman Tips gegeben, wie ich mich verhalten soll, vor allem, wenn man in Amerika gegen einen Amerikaner boxt. Er war ein toller Mann und kannte keinen Neid. Ich hätte der zweite Weltmeister im Schwergewicht werden können, und er hätte es mir gegönnt."

Dariusz Michalczewski: "Das haut mich völlig um. Max Schmeling hat mir gratuliert, als ich vor zehn Jahren zum ersten Mal Weltmeister wurde, er hat mir Telegramme geschickt nach meinen Kämpfen, ich war ein paar Mal bei ihm. So fit, wie er auch im hohen Alter noch war, das ist absolut beeindruckend. Schmeling war nicht nur Boxer, sondern eine große Persönlichkeit auf der ganzen Welt."

Uwe Seeler (Ehrenspielführer der Fußball-Nationalmannschaft): "Ich kann mich vor so einem Menschen nur verneigen, der mit beiden Beinen auf dem Boden geblieben ist. Er war mein Vorbild, nicht nur im sportlichen, sondern auch im menschlichen Bereich. Ich bin sehr eng mit ihm befreundet gewesen, war alle Vierteljahr bei ihm zum Kaffee eingeladen. Er wollte unbedingt Hundert werden, das hätte ich ihm gegönnt."

Klaus-Peter Kohl (Box-Promoter): "Ich bin über den Tod tief betroffen. Schmeling ist ein Jahrhundertsportler gewesen und eine einzigartige Persönlichkeit. Ich habe ihn oft besucht mit meinen Boxern. Er war schon zu Lebzeiten eine Legende. Für mich war er der größte Sportler, der je gelebt hat."

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