Regeln Biathlon
Historie
Biathlon ist erst seit den Winterspielen 1960 von Squaw Valley (USA) im olympischen Programm vertreten. In Salt Lake City stehen bei den Skijägern acht Entscheidungen an, darunter erstmals die Verfolgungsrennen bei Damen und Herren. Die Biathletinnen kämpfen ohnehin erst seit 1992 um olympische Medaillen.
Einzelrennen
Die Herren laufen 20, die Damen 15 Kilometer. Die Teilnehmer, die im Abstand von 30 Sekunden starten, müssen den Kurs fünfmal durchlaufen. Am Ende der ersten vier Runden steht jeweils ein Schießdurchgang mit dem Kleinkalibergewehr an - abwechselnd je zweimal im Liegen und Stehen. Dabei geben die Biathleten jeweils fünf Schüsse ab. Ein Nachladen ist nicht gestattet. Jeder Fehlschuss wird mit einer Strafminute geahndet, die am Ende auf die Laufzeit addiert wird. Der Teilnehmer mit der geringsten Gesamtzeit gewinnt das Rennen.
Sprint
Die Herren laufen 10 Kilometer, die Damen 7,5. Die Teilnehmer, die im Abstand von 30 Sekunden starten, müssen den Kurs dreimal durchlaufen. Am Ende der ersten zwei Runden steht jeweils ein Schießdurchgang mit dem Kleinkalibergewehr an - je einmal im Liegen und Stehen. Dabei geben die Biathleten jeweils fünf Schüsse ab. Ein Nachladen ist nicht gestattet. Für jeden Fehlschuss muss im Anschluss an das jeweilige Schießen eine 150 Meter lange Strafrunde gelaufen werden. Der Teilnehmer mit der geringsten Gesamtzeit gewinnt das Rennen.
Jagd-/Verfolgungsrennen
Die Herren laufen 12,5 Kilometer, die Damen 10. Die besten 60 Teilnehmer des Sprintrennens sind für diese Rennen qualifiziert. Der Biathlet mit der geringsten Gesamtlaufzeit startet als Erster, die weiteren Aktiven folgen in entsprechenden Abständen. Der Kurs muss fünfmal durchlaufen werden. Am Ende der ersten vier Runden steht jeweils ein Schießdurchgang mit dem Kleinkalibergewehr an - zuerst zweimal im Liegen, dann zweimal im Stehen. Dabei geben die Biathleten jeweils fünf Schüsse ab. Ein Nachladen ist nicht gestattet. Für jeden Fehlschuss muss direkt im Anschluss an das jeweilige Schießen eine 150 Meter lange Strafrunde gelaufen werden. Der Teilnehmer, der die Ziellinie als Erster überquert, gewinnt das Rennen.
Staffel
Der Staffelwettbewerb ist erst seit den Winterspielen von Grenoble 1968 im olympischen Programm. Sowohl Damen als auch Herren, je vier Aktive pro Staffel, laufen 4x7,5 Kilometer. Das Rennen beginnt mit einem Massenstart. Die ersten 100 Meter muss der Startläufer im klassischen Stil zurücklegen, anschließend darf er mit der schnelleren Skating-Technik weitermachen. Jeder Teilnehmer muss zwei Schießdurchgänge absolvieren - zuerst im Liegen, dann im Stehen. Dabei dürfen die Biathleten erst dann weiterlaufen, wenn sie alle fünf Ziele getroffen haben. Im Gegensatz zu den Einzelwettbewerben ist in der Staffel ein Nachladen gestattet (höchstens dreimal). Hat der Aktive dann immer noch nicht alle Scheiben getroffen, muss er für jeden Nicht-Treffer eine 150 Meter lange Strafrunde laufen. Das Team, das die Ziellinie als Erstes überquert, gewinnt. Haben fünf Mannschaften das Ziel erreicht, wird das Rennen gestoppt und die dahinter liegenden Teams in der zu diesem Zeitpunkt geltenden Reihenfolge gewertet.