Rodler gesperrt "Es dürfte ein Joint gewesen sein"
Innsbruck - Bei einer Kontrolle des österreichischen Anti-Doping-Komitees (ÖADC) im Mai war Markus Kleinheinz der Genuss von Cannabis nachgewiesen worden. Beim Weltcup-Auftakt am Wochenende in Sigulda war der 24-Jährige aus dem Stubaital bereits nicht mehr am Start. Die vom nationalen Verband ausgesprochene Dopingsperre gegen den Rennrodler ist nach den Richtlinien des österreichischen NOK sowie der österreichischen Bundessportversammlung (BSO) die Mindeststrafe. International gibt es für Cannabis-Konsum noch keine einheitlichen Strafen.
"Ich bin aus allen Wolken gefallen, als ich das Ergebnis erfahren habe", erklärte Kleinheinz. "Ich habe in alkoholisiertem Zustand bei einem Fest eine Zigarette geraucht. Ich habe anscheinend eine falsche erwischt, es dürfte wohl ein Joint gewesen sein." Der gelernte Zimmermann will nach seiner Sperre wieder in den Weltcupzirkus zurückkehren.
Kleinheinz galt im österreichischen Rodelsport als größtes Talent, war bereits Junioren-Weltmeister, Fünfter bei den Olympischen Spielen und belegte bei der WM in diesem Jahr in St. Moritz den sechsten Platz. Nun sorgte er für den dritten bekannt gewordenen Dopingfall im internationalen Rodelsport. Ein lettischer Athlet war vom Medikamentenmissbrauch freigesprochen worden. Der amerikanische Junioren-Weltmeister im Doppel, Chris Niccum, wurde wegen Drogenkonsums für zwei Jahre gesperrt.