Australian Open Federer gibt Satz ab, Görges und Witthöft gewinnen
Roger Federer (vorn) gegen Simone Bolelli: Stolperstart für den Schweizer
Foto: Ryan Pierse/ Getty ImagesHamburg - Der 17-malige Grand-Slam-Champion Roger Federer hat nach einem Satzverlust doch noch souverän die dritte Runde der Australian Open erreicht. Der 33 Jahre alte Tennisprofi aus der Schweiz drehte die Partie gegen den Italiener Simone Bolelli und setzte sich nach 2:09 Stunden in der Rod-Laver-Arena 3:6, 6:3, 6:2, 6:2 durch.
Im Kampf um den Einzug ins Achtelfinale trifft Federer am Freitag auf den an Nummer 29 gesetzten Franzosen Jeremy Chardy oder Bolellis Landsmann Andreas Seppi. Ohne Probleme löste Olympiasieger Andy Murray seine Aufgabe. Der 27 Jahre alte Schotte bezwang Marinko Matosevic aus Australien 6:1, 6:3, 6:2.
Bei den Frauen hat Mitfavoritin Maria Scharapowa nach der Abwehr von zwei Matchbällen ein peinliches Zweitrunden-Aus gerade noch verhindern können. In einem russischen Duell musste sie lange zittern, ehe das 6:1, 4:6, 7:5 gegen die Qualifikantin Alexandra Panowa (Nummer 150 der Welt) geschafft war. Weniger Probleme hatte Eugenie Bouchard, die ohne Satzverlust weiterkam. Die 20 Jahre alte Kanadierin gewann gegen Kiki Bertens aus Belgien 6:0, 6:3.
Auch die beiden Deutschen Julia Görges und Carina Witthöft haben die dritte Runde erreicht. Fed-Cup-Spielerin Görges setzte sich 6:3, 4:6, 6:2 gegen Klara Koukalova (Tschechien) durch und ist nur noch einen Erfolg von ihrem insgesamt dritten Achtelfinal-Einzug in Melbourne entfernt.
Bei Temperaturen von 30 Grad Celsius verwandelte die Weltranglisten-73. nach 2:11 Stunden mit ihrem neunten Ass den ersten Matchball. "Ich bin sehr zufrieden mit meiner Leistung. Ich fühle mich hier einfach sehr wohl, es ist mein Lieblings-Grand-Slam", sagte die 26-jährige Görges.
Zuvor hatte die 19 Jahre alte Nachwuchshoffnung Witthöft durch ein 6:3, 6:0 gegen Christina McHale (USA) erstmals den Drittrunden-Einzug bei einem Major-Turnier geschafft. "Ich bin super glücklich und kann es kaum glauben", sagte Witthöft, die im Match um den Sprung ins Achtelfinale am Freitag auf Kerber-Bezwingerin Irina-Camelia Begu (Rumänien) trifft. Görges bekommt es mit Lucie Hradecká (Tschechien) zu tun.
Zu Beginn der Australian Open hatte es im Frauen-Feld bereits ein Favoritensterben gegeben. In der Auftaktrunde waren elf gesetzte Spielerinnen auf der Strecke geblieben - darunter Angelique Kerber, Andrea Petkovic und Sabine Lisicki. Auch die Weltranglistenfünfte Ana Ivanovic aus Serbien hatte völlig überraschend in Runde eins verloren.
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