Rothenbaum: Schwarzer Tag für deutsche Spieler - DER SPIEGEL
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Rothenbaum Schwarzer Tag für deutsche Spieler

Nachdem Michael Kohlmann bereits am Mittwochmittag die Segel am Hamburger Rothenbaum streichen musste, schied am späten Nachmittag mit Rainer Schüttler auch der letzte deutsche Spieler aus.
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Hamburg - Daviscupspieler Rainer Schüttler hat am Hamburger Rothenbaum die Sensation gegen den Schweden Magnus Norman knapp verpasst und den Organisatoren endgültig einen "schwarzen Mittwoch" beschert. Durch eine 6:3, 3:6, 1:6-Niederlage in der zweiten Runde verabschiedete sich der Bad Homburger gegen den Führenden im Champions Race aus dem zur Masters Serie gehörenden Turnier.

Tommy-Haas-Bezwinger Michael Kohlmann (Hagen) verlor mit peinlichen 1:6, 0:6 gegen Titelverteidiger Marcelo Rios (Chile). Auch der topgesetzte US-Superstar Pete Sampras muss nach einem 4:6, 4:6 gegen den französischen Sandplatzspezialisten Arnaud di Pasquale bereits die Tasche packen. Zudem blieb Australiens "Tennis-Rocker" Lleyton Hewitt nach einer 7:5, 3:6, 2:6-Niederlage gegen Vorjahresfinalist Mariano Zabaleta (Argentinien) auf der Strecke.

Schüttler zeigte gegen den frischgekürten Rom-Sieger Norman über anderthalb Sätze eine erstklassige Leistung. Doch in der entscheidenden Phase verließen den 24-Jährigen Nerven und Aufschlagsgeschick. Schüttlers erster Doppelfehler im zweiten Satz bedeutete nicht nur das 3:5, sondern auch auch die Vorentscheidung des Matches. Zuvor hatte der Hesse die Partie gegen den Weltranglisten-Vierten über lange Zeit dominiert. "Norman spielt sehr konstant, das ist der Unterschied zwischen uns", wusste Schüttler schon vor der Partie zu sagen.

Der Deutsche hielt seine anfängliche Spielstärke nicht durch. Im dritten Satz wirkte Norman auch körperlich frischer, während Schüttler zusehends müder wurde. Der Schwede brachte mit einer starken Vorhand den dritten Sieg im vierten Vergleich mit dem Deutschen sicher nach Hause.

Auch Michael Kohlmann hatte sein "Sensations-Potenzial" mit dem Sieg gegen Tommy Haas offenbar ausgeschöpft. Statt einer erneuten Überraschung wurde das Match gegen Rios zur "schlimmsten Stunde meiner Karriere". Der Hagener landete schmerzhaft wieder auf dem Boden der Realität. Und die heißt derzeit Weltranglisten-Platz 179.

Auch Sampras mühte sich vor rund 13.000 Zuschauern vergeblich gegen di Pasquale. Nach seiner Oberschenkelverletzung hatte der Amerikaner auf das Turnier in Rom verzichtet und wollte sich in Hamburg für die French Open in Form bringen. Seit dem Daviscup am 9. April hatte Sampras kein Turnier mehr bestritten, es war - nach der Zwangspause - erst sein zweites Spiel auf Sand. Weitere Praxis will der 28-Jährige nun beim World Team Cup in Düsseldorf sammeln.