Round Up: Malone macht 50 Punkte - DER SPIEGEL
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Round Up Malone macht 50 Punkte

Der alte Mann zeigt den Jungen, wo es lang geht. Mit 50 Punkten besiegte Karl "The Mailman" Malone die SuperSonics quasi im Alleingang.
Von Tobias Pox
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Mit einem Paukenschlag hat Karl Malone die Playoff-Zeit seiner Utah Jazz eingeläutet. 50 Punkte markierte der Mailman gegen Seattle und sicherte seinen Utah Jazz einen ungefährdeten 104:93-Heimsieg über die Super Sonics, bei denen lediglich Gary Payton mit 24 und Shammond Williams mit 23 Punkten zu gefallen wussten.

15 Jahre spielt der 36-jährige Malone mittlerweile in der NBA, aber 50 Punkte in einem Playoff-Game waren ihm bis dato noch nie gelungen - nun schon. Doch trotz seiner Leistungsexplosion blieb der Power-Forward kühl und fokussiert, ermahnte die euphorischen Zuschauer im Delta Center, sie mögen sich mit den Jubelorgien doch bitte zurückhalten, bis eine Championship gewonnen sei. Der Mailman scheint zuversichtlich. Nach dem jüngsten Start hat er allen Grund dazu.

Ebenfalls eine Karrierebestleistung in Playoff-Punkten erzielte Allen Iverson von den Philadelphia 76ers beim Gastspiel seines Teams in Charlotte. Auch ein Eddie Jones, bekannt für seine Verteidigungskünste, vermochte es nicht, den Wirbelwind der 76ers darin zu hindern, den Hornets 40 Punkte einzuschenken. Beflügelt durch den Auftritt ihres Superstars entführten die Sixers einen 92:82-Sieg aus des Gegners Halle.

Neben der sportlichen erlitten die Hornets zum Playoff-Auftakt eine weitere Enttäuschung. Nur knapp 15.000 Zuschauer kamen ins Charlotte Coliseum, 8500 Plätze blieben unbesetzt. Den Bürgern Charlottes scheint nicht sonderlich viel an ihrem Team und dessen Post-Season-Werdegang zu liegen. Gerade jetzt hätten die Hornets jedoch tatkräftige Unterstützung bitter nötig.

Unterstützung benötigt derzeit auch Grant Hill. Der elegante Forward der Detroit Pistons ist aufgrund einer Fußknochenprellung nicht im vollen Besitz seiner Kräfte und daher auf seine Mannschaftskollegen angewiesen. Mit Ausnahme von Jerry Stackhouse ließen diese ihn gegen die Miami Heat jedoch in Stich. Stackhouse versuchte, die bescheidene 13-Punkte-Ausbeute von Hill, der sonst im Schnitt 25,8 Zähler pro Partie markiert, mit 23 eigenen Punkten zu kompensieren, war jedoch allein auf weiter (Pistons-)Flur.

Besser lief es für die Miami Heat. Jamal Mashburn, in der Vergangenheit oft als "underachiever", also Spieler mit verschenktem Talent gebrandmarkt, mit 29 und Alonzo Mourning mit 20 Punkten schafften es, das Fehlen von Aufbauspieler Tim Hardaway (Knöchelverletzung) nahezu vergessen zu machen. Die Heat besiegten die Pistons mit 95:85 und schenkten ihrem Coach Pat Riley somit dessen 150. Playoff-Sieg als Trainer. In Miami wird man innig hoffen, dass diese Siegesmarke in den nächsten Tagen und Wochen weiter hochgeschraubt wird.