Round-up: Titelverteidiger draußen, Lakers geschockt - DER SPIEGEL
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Round-up Titelverteidiger draußen, Lakers geschockt

Sowohl die San Antonio Spurs als auch die Los Angeles Lakers erlebten im vierten Spiel böse Überraschungen. Während für den Titelverteidiger gegen die Suns das Aus kam, müssen die Lakers gegen die Kings in ein entscheidendes fünftes Spiel.
Von Tobias Pox
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Phoenix - Beim Titelträger aus San Antonio hat sich bestätigt, was viele prophezeit hatten: Ohne Tim Duncan sind die Spurs allemal die Hälfte wert und kein ernst zu nehmender Championship-Kandidat. Das Team aus der texanischen Basketballhauptstadt verlor in der vergangenen Nacht mit 78:89 gegen die Phoenix Suns und ist somit schon in Runde eins aus dem Meisterschaftsrennen ausgeschieden. Ein ähnliches Schicksal könnte den Los Angeles Lakers widerfahren. Auch die verloren ihre gestrige Partie mit 88:101 gegen Sacramento und müssen nun am Freitag in L.A. um alles oder nichts spielen.

Ein hilfloser und erneut in Zivil gekleideter Tim Duncan musste mit anschauen, wie seine San Antonio Spurs ohne ihn in Phoenix keine Chance hatten und ihr vorerst letztes Play-off-Spiel absolvierten. Besonders bitter für Duncan: Wegen einer Meniskusverletzung hat der vermeintlich beste Spieler der Liga in der diesjährigen Postseason nicht eine einzige Sekunde auf dem Court stehen können.

Bei den Phoenix Suns konnte indes ein anderer Star ein triumphales Comeback feiern. Nur sechs Wochen nach seinem Knöchelbruch lief gestern Abend ein wundersam genesener Jason Kidd wieder auf und beteiligte sich gleich mit neun Punkten und zehn Assists am Erfolg seiner Suns. Beste Teamschützen waren Penny Hardaway und Rodney Rogers, der im übrigen vor dem Tip-off als bester sechster Spieler der regulären NBA-Saison geehrt wurde, mit je 23 Punkten.

Beim scheidenden Meister war es wiederum der Center David Robinson, der seine Mannschaft mit 21 Punkten und 16 Rebounds anführte. Allerdings agierte der Alleinunterhalter der Spurs im entscheidenden letzten Viertel glücklos und warf nur noch Fahrkarten (null Treffer bei fünf Wurfversuchen). Die San Antonio Spurs sind das erste Meisterschaftsteam seit 1986, welches seinen Titel nicht hat erfolgreich verteidigen können.

"Bench Mob" schockt die Lakers

Für die tapferen Sacramento Kings scheint das Play-off-Unternehmen gegen die Los Angeles Lakers doch keine "Mission Impossible" zu sein. Im Gegenteil, das Momentum könnte sich nach dem jüngsten, überraschend deutlichen 101:88-Triumph der Kings sogar auf Seiten des königlichen Außenseiters befinden.

17.317 zahlende Zuschauer in der Arco Arena zu Sacramento waren hellauf begeistert vom Auftritt ihrer Heimmannschaft. Besonders von Chris Webber, der mit 23 Punkten, 13 Rebounds und sechs geblockten Würfen erneut zum wertvollsten Spieler der Kings avancierte. Wertvoll waren aber auch die Bankspieler Jon Barry, Tony Delk und Predrag Stojakovic, die es auf insgesamt 40 Punkte brachten (Barry 17, Delk 12 und Stojakovic 11). Das Trio Infernale, neuerdings in den USA nur noch unter dem Synonym "Bench Mob" bekannt, erzielte 32 Punkte mehr als die komplette Bank der Lakers.

Der haushohe Favorit aus Hollywood, der seine Topscorer wie gehabt in Kobe Braynt (32 Punkte) und Shaquille O´Neil (25) hatte, wirkte hoffnungslos unterlegen und konnte während der gesamten Partie nicht ein einziges Mal in Führung gehen.

Das alles entscheidende Spiel fünf findet am Freitag in Los Angeles statt.