Ruder-WM: Deutscher Achter holt Gold - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Ruder-WM Deutscher Achter holt Gold

Elf Jahre musste sich der Deutsche Ruder-Verband gedulden. Bei der WM 2006 war es dann so weit. Der Achter der Männer holte den Titel in der Prestige trächtigsten Klasse. Auch das Frauen-Großboot des DRV sicherte sich Edelmetall.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Eton – Der Deutschland-Achter um Schlagmann Bernd Heidicker gewann im Finale vor Italien und Titelverteidiger USA. Zuletzt hatte es 1995 zum Triumph gereicht. Für den DRV war es zum Abschluss der Wettkämpfe auf dem Dorney Lake die erste Goldmedaille in den olympischen Bootsklassen. Rund 10.000 Zuschauer verfolgten das Rennen an der Strecke im englischen Eton.

"Das konnte man so nicht erwarten. Aber das Ergebnis zeigt, dass ich alles richtig gemacht habe. Es waren schwierige Entscheidungen, die ich den vergangenen Monaten treffen musste", sagte Bundestrainer Dieter Grahn, der die Besetzung häufig geändert hatte.

Mit dem WM-Titel im Rücken dürfte Achter-Manager Klaus Walkenhorst nun auch bei der Suche nach einem Hauptsponsor gute Karten haben. "Ich glaube, dass wir in den nächsten drei Wochen Erfolg vermelden können", sagte Walkenhorst.

Der Frauen-Achter gewann Silber hinter den USA. Mit den beiden Medaillen am Schlusstag holte Deutschland in den olympischen Bootsklassen sechsmal Edelmetall – zu je einmal Gold und Bronze kamen vier Silbermedaillen. Bei der WM 2005 war die Bilanz schlechter (1/1/2). Die nächste Weltmeisterschaft ist kommendes Jahr in München.

ach/sid/dpa