Rudern Neun DRV-Boote kämpfen um Medaillen
Sydney - Der Doppelvierer des Deutschen Ruderverbandes (DRV) steuert Goldkurs. Die Crew um Schlagmann Andre Willms (Magdeburg) qualifizierte sich am Freitag auf dem Penrith Lake mit einem Sieg im Halbfinale souverän für den Endlauf. Darüber hinaus gelang beiden leichten deutschen Doppelzweiern der Einzug in das Finale. Ausgeschieden ist dagegen der leichte Vierer ohne Steuermann, der nicht über einen sechsten Rang hinauskam. Damit ist der DRV mit neun von zwölf Booten in den Finals am Samstag und Sonntag vertreten. "Damit können wir fürs erste zufrieden sein", sagte DRV-Sportdirektor Michael Müller.
Nach einer bisher enttäuschenden Saison meldete sich der Doppelvierer in der Weltspitze zurück. Mit einem ungefährdeten Sieg vor den Niederlanden und Polen untermauerten die Olympiasieger von Atlanta ihren Anspruch auf Edelmetall. Hoffnungen auf einen Platz auf dem Siegersteg am Sonntag dürfen sich auch Claudia Blasberg (Dresden) und Valerie Viehoff (Siegburg) machen, die im leichten Doppelzweier hinter Rumänien ins Ziel kamen. In der gleichen Bootsklasse erfüllten Ingo Euler (Stuttgart) und Bernhard Rühling (Mainz) ihr Soll. Ein Kraftakt auf den letzten 500 Metern sicherte den dritten Rang.
Gehandicapt durch die Erkrankung von Schlagmann Martin Weis (Berlin), der durch Björn Spaeter (Radolfzell) ersetzt wurde, blieb der leichte Vierer ohne Steuermann als drittes DRV-Boot auf der Strecke. Damit setzte sich die Talfahrt im Männer-Riemenbereich fort. Der bereits am Vortag ausgeschiedene Zweier ohne Steuermann musste sich mit einem dritten Rang im B-Finale begnügen, der Vierer ohne Steuermann wurde gar nur Fünfter.