Rückzieher Borg behält Wimbledon-Pokale
Londond - Borg wird seine fünf Wimbledon-Trophäen nun doch nicht verkaufen. "Nach reiflicher Überlegung bin ich zu der Entscheidung gelangt, dass ich sie nicht aus der Hand geben werde", sagte der 49-Jährige. "Ich habe erst jetzt gemerkt, wie eng die Pokale mit meiner eigenen Geschichte verbunden sind. Sie sind unverkäuflich."
Die Trophäen sollten am 21. Juni im Londoner Auktionshaus Bonham's versteigert werden. Unter den Hammer sollten auch die beiden Holzschläger kommen, mit denen der Schwede die Endspiele 1976 gegen Ilie Nastase und 1980 gegen John McEnroe gewonnen hatte.
Borg wollte mit dem auf umgerechnet 440.000 Euro geschätzten Erlös seine Familie langfristig finanziell absichern. Die schwedische Zeitung "Aftonbladet" hatte Anfang März berichtet, dass Borg erhebliche Geldprobleme habe. Ausgelöst wurden diese offenbar durch eine Klage eines ehemaligen Geschäftspartners des 49-Jährigen, der von Borg 1,3 Millionen Euro erstreiten wolle.
Zuletzt hatten sich prominente Tennisspieler für Borg eingesetzt. Unter anderem hatte Andre Agassi Interesse an den Erinnerungsstücken signalisiert. Ich denke, es gibt eine Menge Leute, die sich dafür einsetzen würden, dass Borgs Pokale nicht in falsche Hände kommen", sagte Agassi: Ich habe mit vielen Menschen diskutiert, viele wollen helfen, dazu gehöre auch ich." Auch der All England Club in Wimbledon stand als Käufer bereit.
mig/sid