Russland: Sportminister Witali Mutko will Doping stärker bekämpfen - DER SPIEGEL
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Drohendes Olympia-Aus Russischer Sportminister will Doping jetzt bekämpfen

Russland kämpft gegen das drohende Olympia-Aus für die Leichtathleten. Sportminister Witalij Mutko kündigt zumindest ein Reformpaket in Sachen Doping an.
Russlands Sportminister Witalij Mutko
Russlands Sportminister Witalij Mutko

Russlands Sportminister Witalij Mutko

Foto: SERGEI KARPUKHIN/ REUTERS
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Russland hat sich im Kampf um die Aufhebung der Sperre gegen seine Leichtathleten noch nicht aufgegeben. Sportminister Witalij Mutko stellte ein sogenanntes Reformpaket vor, mit dem landesweit ein Mentalitätswandel im Umgang mit Doping eingeleitet werden soll.

Demnach müssten Spitzenathleten und Mediziner in Zukunft die Werte des Fairplay vollumfänglich verinnerlichen. Alle müssten verstehen, dass Doping "nicht akzeptabel" sei, hieß es in einer Mitteilung. Sämtliche Fachkräfte aus dem Bereich Sport und Medizin sollen dafür in Anti-Doping-Klassen geschult werden.

In einem weiteren Schritt werden Trainer und Vertreter der Verbände auf den neuen Umgang mit Doping vorbereitet. Zudem wird der Anti-Doping-Kampf Bestandteil des Sportunterrichts an Schulen.

Auch für die 3000 speziellen Sportschulen im Land soll ein Curriculum nach Richtlinien der Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) entwickelt werden. Auf diesem Wege würden auch zehn Jahre alte Nachwuchsathleten verstehen, dass jede Form des Betrugs mit Doping unzulässig sei.

Unabhängig vom Ministerium für Sport kündigte die russische Anti-Doping-Agentur Rusada weitere Maßnahmen an. Sie werde ihr bislang nur punktuell eingesetztes Anti-Doping-Programm zur Schulung regionaler Verbandsvertreter vorantreiben und auf das ganze Land ausweiten.

Voraussichtlich am 17. Juni entscheidet der Leichtathletik-Weltverband (IAAF), ob die derzeitige Sperre gegen die russischen Athleten wegen massiver Verstöße gegen die Anti-Doping-Richtlinien aufgehoben wird. Sollte das nicht passieren, können die Leichtathleten auch nicht an den Olympischen Sommerspielen in Rio des Janeiro (5. bis 21. August) teilnehmen.

krä/sid