Ryder Cup: Amerika holt auf - DER SPIEGEL
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Ryder Cup Amerika holt auf

Nach dem total verkorksten Auftakttag haben sich Amerikas Golfer gefangen und den hohen Rückstand auf die von Bernhard Langer betreuten Europäer verkürzt. US-Superstar Tiger Woods gelang nach einer Brandrede von Kapitän Hal Sutton sein erster Sieg beim diesjährigen Ryder Cup.
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Bloomfield Hills - Das Team Europa hat zum Auftakt des zweiten Tages beim Ryder Cup der Golfprofis vorerst mit 8:4 Punkten gegen Gastgeber USA die Führung verteidigt. Nach dem 2,5:1,5 Zwischenerfolg bei den vier "Four-Balls" sitzt Suttons Aufgebot aber Titelverteidiger Europa vor den vier "Foursomes" im Oakland Hills GC im Nacken. Europa hatte am Freitag die "Four-Balls" mit 3,5:0,5 und die "Foursomes" mit 3:1 gewonnen und nach den erst acht Vierern die höchste Führung in der 77-jährigen Ryder Cup-Historie erreicht.

Dem Team von Kapitän Bernhard Langer fehlen noch 6 Punkte, um die Trophäe des Getreidehändlers Samuel Ryder aus reinem Gold wieder mit über den Atlantik nach Hause zu bringen. Dem Titelverteidiger genügt laut Reglement ein Remis (14:14). Den einzigen Sieg für Europa feierten am Samstag ausgerechnet die Debütanten Paul Casey/David Howell (England) mit 1 auf gegen Jim Furyk/Chad Campbell, während Sergio Garcia/Lee Westwood und Jay Haas/Cris DiMarco die Partie teilten.

"Dass die Rookies gewonnen haben ist für mich keine Überraschung, obwohl es ein kleines Risiko war", freute sich Langer über den Sieg der Jüngsten. Die hatten die Nerven, die beiden letzten Löcher zu gewinnen und das Match so noch zu drehen.

"Wenn wir uns weiter so blamieren, sind wir und nicht Europa bald die Underdogs", hatte Sutton seine Schützlinge nach dem "Schwarzen Freitag" auf dem Par-70-Kurs in Bloomfield Hills scharf kritisiert.

"Wo in der Welt sind der Tiger und Phil" geißelte "The Detroit News and Free Press" den Weltranglisten-Zweiten Tiger Woods, der mit seinem Partner und Weltranglisten-Vierten Phil Mickelson ohne einen einzigen Punkt so schwer gegen die Europa-Top-Paarungen Colin Montgomerie/Padraig Harrington (Schottland/Irland) und Darren Clarke/Lee Westwood (Nordirland/England) abgestürzt waren.

Während US-Masters-Sieger Mickelson für die Samstag-Four-Balls aus dem Team genommen wurde, setzte Sutton Woods hingegen dem vermeintlichen Spießrutenlauf vor 38.000 Zuschauern aus. Doch die US-Fans trugen den 28-jährigen Kalifornier mit seinem neuen Partner und Debütanten Chis Riley auf der Woge der Begeisterung über den so genannten "Monster-Kurs mit der Wespentaille". Und der erste Sieg ließ mit dem 4 und 3 gegen Darren Clarke/Ian Poulter (Nordirland/England) nicht auf sich warten.

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